Zitate von Ambedkar zu Menschenwürde, Demokratie und Buddhismus.

Es ist eine Schande auf Kosten seines Selbstrespekts zu leben. Selbst-Respekt ist der vitalste Faktor im Leben. Ohne dies ist der Mensch eine Nummer. Um ein lohnenswertes Leben in Selbstrespekt zu leben muss man Schwierigkeiten überwinden. Einzig aufgrund harter und unaufhörlicher Anstrengung erlangt man Stärke, Vertrauen und Anerkennung.

Meine abschließenden Worte an euch sind: Bildet, engagiert und organisiert euch; habt Vertrauen in euch selbst. Mit der Gerechtigkeit auf unserer Seite sehe ich nicht, wie wir unsere Schlacht [gegen Diskriminierung, insbesondere der „Outcasts"] verlieren können. Für mich ist dieser Kampf eine freudvolle Sache. Er ist in vollem Sinne geistiger Natur. Er enthält nichts Materielles oder Soziales. Denn unser Kampf ist kein Kampf um Wohlstand oder Macht. Es ist ein Kampf um Freiheit. Es ist ein Kampf für die Geltung menschlicher Persönlichkeit.

Demokratie ist nicht einfach nur eine Regierungsform. Sie ist an erster Stelle eine Art von gelebter Verbindung mit einander, von gemeinschaftlich mitgeteilter Erfahrung. Sie basiert auf einer Einstellung von Respekt und Ehrfurcht unseren Mitmenschen gegenüber.

Gleichheit mag eine Fiktion sein, aber nichtsdestotrotz muss man es als Regierungsprinzip annehmen.

Recht wird nicht durch Gesetze geschützt, sondern durch das soziale und moralische Gewissen der Gesellschaft.

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Freiheit des Geistes ist die wahre Freiheit. Eine Person, dessen Geist nicht frei ist - und sei er frei von Ketten - ist ein Sklave und kein freier Mensch. Einer, dessen Geist nicht frei ist - auch wenn er nicht im Gefängnis sitzt - ist ein Gefangener und kein freier Mensch. Einer, dessen Geist nicht frei ist obwohl er lebt, ist so gut wie tot. Freiheit des Geistes ist der Beweis, dass jemand existiert.

Die Lehren des Buddha sind zeitlos, doch sogar der Buddha erklärte sie nicht für unfehlbar. Die Religion des Buddha hat die Fähigkeit sich den Zeiten entsprechend zu wandeln - eine Eigenschaft, die keine andere Religion für sich in Anspruch nehmen kann. ... Was ist nun die Grundlage des Buddhismus? Wenn man ihn sorgfältig studiert wird man herausfinden, dass Buddhismus auf Vernunft basiert. Ihm wohnt ein Element von Beweglichkeit inne, welches man nicht in irgendeiner anderen Religion findet.

Kultivierung des Geistes sollte das letztendliche Ziel menschlicher Existenz sein.

Meine soziale Philosophie kann man vielleicht in drei Worte zusammenfassen: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Meine Philosophie hat seine Wurzeln in der Religion, und nicht in der Politologie. Ich habe sie abgeleitet aus den Lehren meines Meisters, dem Buddha.