"Was heute geschieht, ist morgen Geschichte"Ein Interview mit Thule G. JugMan sieht dich seit Jahren bei allen großen Veranstaltungen mit dem 17.Karmapa Thaye Dorje mit einer großen Kamera offensichtlich professionell filmen und fotografieren. Könntest du uns erzählen, was dahinter steckt? Für wen machst du das? Ich arbeite für das "Karmapa Documentary Project". Dieses Projekt ist unter der direkten Leitung von Gyalwa Karmapa und ich begleite ihn mit den Kameras bei den meisten seiner Aktivitäten weltweit. Einen Teil der Arbeit kann man immer aktuell auf Karmapas Webseite www.karmapa.org sehen, die von mir mit Bildmaterial und Fakten versorgt wird. Ausführlichere Berichte und mehr Fotos stelle ich auf www.karmapa-news.org aus. Diese Webseite betreue ich auch selbst und ich bin bemüht noch während der Reisen aktuell zu publizieren. Was ist die Idee hinter diesem Projekt? Wie kamst du persönlich zu dieser Aktivität? Seit wann machst du das schon? Um eine Plattform zu haben, wurde dieses Projekt damals in den bereits bestehenden Verein "Vienna Dharma Projects" eingegliedert. So hatten wir anfangs auch den Namen "Vienna Dharma Videos" und "Vienna Dharma Photos" für diese Aktivitäten. Dieser erste Film war eigentlich als eine einmalige Aktion gedacht. Aber danach wurden wir immer wieder gebeten, Ereignisse im Leben des jungen Karmapa zu dokumentieren. Da ich selbst professioneller Fotograf bin und auch als Kameramann gearbeitet habe, haben wir von da an ohne Kameraleute von außen gearbeitet. Tina und Alex Draszczyk haben bei Organisation, Dreharbeiten und Interviews geholfen. Für die Filme haben sie übersetzt und die Texte geschrieben. In Indien haben wir anfangs Kameras und Licht gemietet. Als 1996 die ersten handlichen professionellen Digitalkameras auf den Markt kamen, sind wir auf diese Technologie umgestiegen und haben begonnen mit eigenen Kameras zu drehen. Mittlerweile haben wir vier Filme über Gyalwa Karmapa publiziert: Machst du die ganzen Aufnahmen allein oder seid ihr ein Team von Fotografen und Kameraleuten? Stimmt es, dass du nicht nur in Europa mit Karmapa reist, sondern weltweit? Wie schaffst du das persönlich? Mit Familie und Beruf ist das sicher nicht leicht mit den vielen Reisen. Es ist bestimmt sehr schön, so viel Zeit nah bei Karmapa verbringen zu können und ihn in so vielen unterschiedlichen Situationen und in ganz verschiedenen Sanghas in Ost und West zu erleben. Magst du etwas darüber erzählen?
Thule G. Jug, 1958 geboren in Graz, Fotograf, 1979 erster Kontakt mit dem Buddhismus und Lama Ole Nydahl, Erste Fotodokumentation im Bereich der Karma Kagyü-Schule auf Wunsch der Rumtek-Verantwortlichen bei der Verbrennung des 16. Karmapa in Rumtek/Sikkim 1981, Ab 1982 Aufbau und Organisation von Karma Kagyu Zentren in Österreich, seit 1994 Arbeit am Karmapa Dokumentationsprojekt.
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