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BUDDHISMUS HEUTE
Aus: Buddhismus Heute Nr. 1, (Frühjahr 1989)

Karma Gön - Unsere Retreatstelle in Spanien

Pedro und Dorrit Gomez

Im Süden Spaniens, in der Nähe von Velez-Malaga, liegt in den Bergen ein kleines Dorf. Es heißt Antalaya Alta oder Aldea Alta. Dieses Dorf hat viele verschiedene Kulturen und Völker gesehen, die hier vorüberzogen: Salomon mit seinen Schiffen, die Ägypter, Phönizier, Griechen, Römer, Araber und nun: der Tibetische Buddhismus.

1982 kauften wir von einem alten Mann einige Häuser und viel Land. Wir dachten, dies sei in der Zukunft eine perfekte Stelle ‑ so eine Art Retreat‑ und Studienstelle ‑ für uns, wenn wir ein bißchen mehr Zeit hätten, diese dort zu verbringen. Damals lebten nur zwei Leute im Dorf, und es war eine sehr ruhige, friedliche Stelle.

1984 trafen wir Hannah und Ole und fanden wonach wir gesucht hatten, etwas das unserem Leben wirkliche Bedeutung gab: Die buddhistischen Lehren und Praktiken und den Karmapa.

1986 fuhren Hannah und Lama Ole zum ersten Mal nach Portugal und baten uns mitzukommen. Wir beschlossen, ihnen die Stelle zu zeigen, die wir in Spanien hatten. Beide waren fasziniert von dem Dorf und der Energie der Umgebung, und wir schmiedeten Pläne für ein späteres Kagyü‑Zentrum. Ole gab der Stelle den Namen Karma Gön, was soviel wie "Karmapas Gompa" bedeutet. Den selben Namen hatte ein Kloster des 1. Karmapa in Osttibet.

Karma Gön soll eine Stelle sein, wo Ole und Hannah Kurse und Retreats für Leute geben können. Um ein Zentrum dieser Größe zu machen, legten wir vier unsere Kräfte zusammen, und ein Jahr später begannen wir mit der Arbeit. Bis jetzt wurden die Häuser renoviert und wiederaufgebaut, und wir haben sanitäre Anlagen für ungefähr 300 Leute gebaut. Wir kauften weitere Häuser, und die Stelle war voller Aktivität. Björn, Don, Elda und viele Freunde waren beim Aufbau des Zentrums eine große Hilfe für uns. Im Mai findet nun der erste Kurs statt, und wir freuen uns sehr darauf.

Unser Gedanke ist, daß das Zentrum ein Geschenk für Hannah, Ole und den Karmapa - was das gleiche ist - wird. Ein Zentrum, das immer den Karmapas gehören soll. Wir wollen auch eine Gompa in tibetischem Stil bauen, eine Bibliothek mit buddhistischen Texten und zwei Stupas: einen im Dorf, den anderen auf dem nahegelegenen Berg.

Möge Karma Gön von großem Nutzen für alle lebenden Wesen sein!


Pedro und Dorrit Gomez