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BUDDHISMUS HEUTE
Aus: Buddhismus Heute Nr. 47, (Sommer 2009)

Relative und absolute Wahrheit

Hannah Nydahl kommentiert ein Vajra-Lied des 2. Shamarpa

Vajra-Lieder sind Belehrungen in poetischer Form und ein Ausdruck von Verwirklichung. Der Ausdruck "Vajra-Lied" bedeutet aber nicht, dass diese Belehrungen gesungen werden müssen. In unserer Linie ist vor allem Milarepa dafür berühmt, denn von ihm gibt es sehr viele Belehrungen in dieser Form.
Dieses Lied des 2. Shamarpa stammt aus einer Sammlung von Liedern der wichtigsten Lehrer der Kagyü-Linie, die unter dem Titel "The Rain of Wisdom" auf Englisch erschienen ist.

In der Kagyü-Schule spricht man von den Linienhaltern "Schwarze-Krone-Karmapa" und "Rote-Krone-Karmapa", wobei letzterer der Shamarpa ist, denn der Name "Shamarpa" bedeutet "Mann mit der Roten Krone". Unter den Linienhaltern der Kagyü-Schule waren die Shamarpas diejenigen, die am frühesten diese Funktion zwischen den Karmapas innehatten, und bis zum 10. Shamarpa waren dann meistens sie die Halter der Linie. Die Karmapas und Shamarpas hatten immer eine sehr nahe Verbindung, waren manchmal sogar in der gleichen Familie geboren. Ihre Funktion als Linienhalter war, die Lehren zu halten und gegenseitig ihre Wiedergeburten zu finden. Das ist auch für uns heute sehr wichtig, denn unser 17. Karmapa Thaye Dorje wurde vom derzeitigen Shamarpa gefunden und anerkannt.

Der Name des 2. Shamarpa war Khachö Wangpo. Er war ein Schüler des 4. Karmapa Rölpe Dorje und wurde der Lehrer des 5. Karmapa Deshin Shegpa. Khachö Wangpo begann schon in seiner frühesten Jugend zu lehren. Wenn man sich die Lebensgeschichten unserer Meister anschaut, kann man sehen, dass das sehr oft geschah, denn sie hatten schon als Kinder besondere Qualitäten. Die Karmapas sagten oft schon in jungen Jahren, dass sie Karmapa seien. Auch der 17. Karmapa Thaye Dorje sagte es schon als Kleinkind, und seine Eltern mussten ihn sogar davon abhalten, denn unter der chinesischen Besatzung in Lhasa hätte dies zu großen Schwierigkeiten führen können. Auch der 2. Shamarpa sagte schon sehr früh, dass er der Shamarpa sei und lehrte bereits als Kind.

Namah Sri Gurave1
All die Vajra-Lieder unserer Meister beginnen damit, dass sie ihren Lehrern danken. Die Lehrer-Schüler-Verbindung ist immer das Wichtigste, ganz gleich auf welcher Stufe man sich befindet. Das gilt, bis man die Resultate erlangt hat, und auch nach Erreichen der Verwirklichung behält man starke Dankbarkeit gegenüber dem eigenen Lehrer. Ihr kennt das alle aus den vielen Liedern von Milarepa und wir finden es auch hier im Lied von Khachö Wangpo. Natürlich ist die Sprache der Verse hier ganz anders, als wir es gewohnt sind, denn der 2. Shamarpa lebte im 14. Jahrhundert.

Diese strahlende Bewusstheit der Gegenwart
Ist das tatsächliche Gesicht der relativen Wahrheit.
Erkennt man die einfache, natürliche Essenz davon,
Ist genau dies die absolute Wahrheit.

In diesem Lied spricht er viel von der relativen und absoluten Wahrheit und inwiefern diese beiden nicht verschieden voneinander sind. Das ist eine für uns ganz wesentliche Belehrung. Es ist etwas, das wir alle zu verstehen versuchen. Gleich zu Beginn definiert Khachö Wangpo vollständig, was mit "relativer und absoluter Wahrheit" gemeint ist:

Was immer geschieht, was wir sehen, was wir in unserem Leben und unserer subjektiven Welt erfahren - das ist die "relative Wahrheit". Die Tatsache, dass alles geschehen kann und die Essenz von dem allen - das ist die "absolute Wahrheit".

Das bedeutet, dass es keine relative Wahrheit ohne absolute Wahrheit gibt. Es ist nicht so, dass eine Art von Wahrheit hier wäre und die andere Art von Wahrheit woanders. Man muss nicht eine Wahrheit wegschieben, um die andere zu bekommen, sondern: Wir sind uns dessen bewusst, was geschieht, und das ist die relative Wahrheit. Durch unsere Praxis kommen wir dahin, die Essenz von dem allem zu verstehen, und damit erkennen wir die absolute Wahrheit. Durch diese Erkenntnis sind wir somit befreit und in keiner Weise mehr gebunden. Dann sind wir keine Sklaven mehr von Ursache und Wirkung. In der relativen Wahrheit, also in allem, was hier und jetzt in unserer normalen Welt geschieht, sind Ursache und Wirkung unfehlbar. Sie geschehen einfach die ganze Zeit, wir können es nicht vermeiden. Aber wir können die Ursachen verbessern und damit dann auch die Wirkungen, und so können wir uns aus dieser Fesselung befreien und wirklich die absolute Wahrheit verstehen.

Diese gelehrten Scheinwissenden mit ihren zwei Wahrheiten,
verwenden zwar viele Zitate und Logik,
verstehen aber den Kernpunkt nicht.

Hier spricht Shamarpa Khachö Wangpo darüber, dass es nicht genug ist, relative und absolute Wahrheit nur intellektuell zu analysieren und nur viel darüber zu wissen, was sie theoretisch bedeuten. Buddha gab sehr viele verschiedene Arten von Belehrungen und einige davon, auf der Sutra-Ebene, sind sehr analytisch. Man kommt durch genaue Untersuchung zu einem intellektuellen Verständnis davon, was die "Natur der Dinge" ist, was damit genau gemeint ist. Wenn man sich jedoch damit zufrieden gibt, entwickelt man sich nicht weiter, denn Analysieren allein reicht nicht. Man muss auch auf dieses Verständnis meditieren und es wirklich in den Geist integrieren. Die Theorie kann einem zwar die Richtung zeigen, die richtige Sicht lehren, etwas Klarheit vermitteln - aber das wirkliche Resultat ist die eigentliche Erfahrung. Es geht darum, es im Geist vollkommen verstanden zu haben und die Dinge auch wirklich so zu sehen. Nur eine Idee davon zu haben, ist nicht genug, man muss weitergehen.
Über die Jahrhunderte gab es bestimmt immer Menschen, die auf der Ebene der Gelehrten stehen blieben und andere, die weitergingen, eben die Meditierenden. Buddhas Lehren zielten immer darauf, Ganzheit zu erlangen, und dafür darf man nicht in eines der Extreme gehen. Es wird immer wieder betont, dass man Resultate nicht ohne die Erfahrung bekommt. Ohne die Meditation kann man weder befreit noch erleuchtet werden.
In unserer Kagyü-Schule wird die Kombination dieser beiden Aspekte in der Weise gelehrt, dass die Sicht die Funktion hat, uns in der Meditation zu leiten. Es wird empfohlen, die richtige Sicht zu entwickeln, nicht als Selbstzweck, sondern damit man weiß, was man tut. Man muss die Sicht kennen, um in der richtigen Weise meditieren zu können und die Resultate zu bekommen.
Der 2. Shamarpa macht hier ganz deutlich, dass es nicht genug ist, sehr gelehrt zu sein, denn man wird dadurch noch nicht erleuchtet. Dieser Punkt ist auch deswegen wichtig, weil es für viele Leute normal in ihrer menschlichen Entwicklung ist, stolz zu werden, wenn sie viel wissen. Es kann leicht passieren, dass man denkt, man wüsste schon alles und das ist ein großes Hindernis, das einen wirklich in der Entwicklung blockiert. Wenn man viel weiß, besteht durchaus die Gefahr, dass man stolz wird, anstatt das Wissen auf den Weg zu bringen. Das ist etwas, wovor man immer wieder warnen muss.

Durch ihr Festhalten an dualistischen Unterschieden verfehlen sie die Nicht-Dualität.

Hier wird wieder der gleiche Punkt berührt: Bleibt man dabei stehen, nur auf intellektueller Ebene diese dualistische Sicht zu analysieren - "Was ist relative Wahrheit, was ist absolute Wahrheit?" - blockiert man die Erfahrung dessen, was nicht dualistisch ist.

Sie fahren mit der samsarischen Verwirrung des begrifflichen Annehmens und Ablehnens fort.

Unsere Verwirrung in Samsara beinhaltet, dass wir immer etwas wollen oder nicht wollen. Wir funktionieren so, dass wir immer dieses Muster von Mögen und Nicht-Mögen haben. Ganz gleich was auch geschieht: Entweder mögen wir es oder wir mögen es nicht. Diese Gewohnheit ist die Wurzel für Samsara und man kann sie nur mit Meditation durchbrechen. Nichts anderes kann dieses sehr subtile Problem lösen.
Wenn wir dieses Mögen und Nicht-Mögen in unseren Dharma- Studien und in unserer Meditation beibehalten, kommen wir nicht weiter, wir könnten dann ebenso gut ein Comic-Heft lesen. Selbst wenn wir uns auf hohen Ebenen feiner Worte bewegen, viel meditieren usw., so würden wir einen Fehler machen, wenn wir dabei - sei es auch nur unbewusst - völlig zwischen Mögen und Nicht-Mögen zerrissen wären. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn wir in unserer wundervollen Meditation verweilen wollten, es aber hassen würden, wenn die Meditation nicht so schön wäre.
In diesem Vers geht es um den Zusammenhang mit den Belehrungen. Wenn wir an die Lehren mit diesem Ansatz herangehen, dann entwickeln wir uns nicht. Wir müssen dieses Gewohnheitsmuster von Annehmen und Ablehnen durchbrechen, und das ist natürlich äußerst schwer. Wenn es das nicht wäre, wären wir alle nicht mehr hier, sondern schon voll erleuchtet.

Die zwei Wahrheiten entsprechend unseren mündlichen Kernunterweisungen
Werde ich nun klar aufzeigen und so auf den Weg bringen.

Shamarpa Khachö Wangpo wird nun erklären, wie man sich in der richtigen Weise auf die zwei Wahrheiten bezieht:

Der Guru ist der glorreiche Diamanthalter2 in Person.
Das Wesen seines Geistes ist unaufhörlich.

Unser Lama ist die Verkörperung der Kombination der beiden Wahrheiten, also des erleuchteten Geistes. Er erscheint - zum Beispiel in der Mitte des Zufluchtsbaumes - in der Form des Buddhas "Diamanthalter", Dorje Chang auf Tibetisch.

Er ist die Grundlage, der Diamant-Körper untrennbarer Weisheit und Methode.

Der "Vajra-Körper", der "diamantene Körper", ist ein unzerstörbarer Körper. Das bedeutet, dass er ein Ausdruck der Untrennbarkeit von Weisheit und Methoden ist. Diamanthalter hält ja seine Arme vor der Brust gekreuzt, mit einem Dorje in der rechten Hand und eine Glocke in der linken. Der Dorje steht für die Mittel, die Methoden, und die Glocke für die Weisheit. Das bedeutet, dass Diamanthalter ein Ausdruck ihrer Untrennbarkeit ist.
Diamanthalter steht nicht wirklich für die relative und absolute Wahrheit, aber die beiden drücken sich in dieser Weise aus: Die Weisheit ist die absolute Ebene, und die Mittel sind die Weise, wie sich das ausdrückt, also die Buddha-Aktivität. Mit den Mitteln kann man den Wesen helfen, wenn man die Weisheit der absoluten Wahrheit verwirklicht hat.

Er ist die vier wichtigen Punkte zu einem vereint;
Dieser Punkt ist das Geheimnis der Geheimnisse der relativen Wahrheit.

Hierzu werde ich nicht viel sagen, denn ich könnte etwas Falsches sagen (Hannah lacht). Ich will mir nicht etwas ausdenken, denn es sollte korrekt sein.

Die Weisheit, dies zu praktizieren, ist absolute Wahrheit.

Durch die Erfahrung in unserer Praxis, in der wir jenseits von Konzepten, Ideen und Analysen gehen, werden wir dahin kommen, die absolute Wahrheit zu erlangen. Das geschieht, wenn wir in der Meditation dieses Muster von Mögen und Nicht-Mögen durchbrechen und der Geist fähig ist, einfach nur in sich zu ruhen. Dann ist unser Geist auf den allerfeinsten Ebenen nicht mehr gefangen von seinen eigenen Ideen und Konzepten.

Durch die Energieräder der inneren vier Buddhazustände kommend,
Reift dieses großartige und höchste Geheimnis an der Spitze der Energieräder,
Man ist geschmückt von den Energierädern der völlig reinen Welt,
Und geht jenseits der Spitze der vier Versenkungszustände3.

Hier berührt Shamarpa Khachö Wangpo das Thema der tantrischen Praxis. Die Diamantweg-Methoden arbeiten mit den verschiedenen Energien im Körper, und hier können wir durch sehr geschickte Mittel die Verwirklichung erlangen.
Wie gesagt: Buddha gab verschiedene Arten von Belehrungen. Auf der Sutra-Ebene kommen wir durch Nachdenken und Analysieren zu einem Verständnis, wohingegen man auf der Tantra-Ebene Vertrauen in die Methoden braucht. Die Mittel selbst kann man nicht analysieren, sondern wir müssen ihnen vertrauen und sie anwenden. Wenn wir das tun, wenn wir sie wirklich verwenden, dann werden sie die Resultate bringen, denn sie sind sehr
geschickt. Das ist eine ganz andere Herangehensweise als auf der Sutra-Ebene.
Die Belehrungen werden in dieser Reihenfolge - erst Sutra, dann Tantra - gegeben, weil man dieses Vertrauen braucht, um Tantra zu praktizieren. Man kann sich nicht einfach hinsetzen und auf die verschiedenen Buddhaformen meditieren, denn dann könnte man anfangen zu denken: "Warum meditiere ich auf diese Form?", "Was bedeutet sie eigentlich?", "Warum sieht dieser Yidam so aus?" oder "Warum sollte ich überhaupt auf ihn meditieren?" In der Meditation selbst ist diese Art von Fragen jedoch nicht angebracht. Bei dieser Art von Praxis, dem Diamantweg, sollten sie vorher geklärt werden, nicht während der Meditation.
Shamar Rinpoche spricht hier über die Chakras und Buddhazustände und er erklärt, wie die verschiedenen Meditationen das Resultat der Verwirklichung bringen. Unsere Verwirklichung wird sich als der Wahrheitszustand, der Freudenzustand, der Ausstrahlungszustand und der Essenzkörper (was bedeutet: die ersten drei Zustände zusammen) ausdrücken.
Die eigentliche Verwirklichung ist das Verständnis der wahren Natur der Dinge, das ist der Wahrheitszustand. Der Freudenzustand und der Ausstrahlungszustand zeigen, wie unsere Verwirklichung anderen Wesen nutzt: Die Bodhisattvas werden im Austrahlungszustand (tib. Tulku) als Menschen geboren, mit denen wir in Kontakt treten können, und zeigen sich im Freudenzustand als Bodhisattvas, auf die wir meditieren können.

Was die zwei Wahrheiten entsprechend dem tiefgründigen Kern der Tantras betrifft,
So gibt es neben der äußeren auch die innere und die geheime Bedeutung,
Die nur von den Lippen des Gurus kommt.
Um heute meine Erinnerung aufzufrischen, singe ich dieses Lied.

Shamar Rinpoche erklärt hier nicht, was diese innere und geheime Bedeutung ist, denn es geht hier um tantrische Methoden wie Meditation auf Buddha-Aspekte. Wenn man im Retreat auf einen Yidam meditiert, geht man durch verschiedene Ebenen der Praxis: zuerst die so genannte "äußere Praxis", dann die "innere Praxis" und schließlich die "geheime Praxis". Zuerst identifiziert man sich mit dem Buddhaaspekt, dann meditiert man auf die inneren Energiekanäle im Körper und auf geheimer Ebene identifiziert man sich mehr mit dem Geist des Buddha-Aspektes. Dies sind die geschickten Mittel des Diamantweges, über die wir sprachen.

In der Kagyü-Linie haben wir die Übertragung der verschiedenen Yidams, der "Sechs Lehren Naropas" und des Großen Siegels, des Mahamudra. Sie alle werden in verschiedenen Weisen gegeben. Hier spricht Shamarpa Khachö Wangpo über die Übertragung der Yidams und Yogas, also der "Inneren Hitze" (tib. Tummo) und solcher Praktiken.  Durch diese Mittel können wir volle Verwirklichung erlangen und in dieser Weise die Ebenen der relativen und absoluten Wahrheit verstehen.

Ich bin ein Sohn der die mündlichen Anweisungen seines Gurus verwirklicht hat.
Meine lodernde Meditationserfahrung nicht unterdrückend,
und unfähig, diese Art von Geheimnissen zurückzuhalten, singe ich dieses Lied.
Freut Euch, Schar der Dakinis.

Wie schon zu Beginn, so sieht man auch hier wieder: Diese Lieder sind ein Ausdruck der eigentlichen Erfahrung, sowie eine Preisung und ein Dank an den Lehrer und die Dakinis. Es sind Lieder der Inspiration.

Aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet von Detlev Göbel und Claudia Knoll
Dank an Christian Bösel-Hamke für die Hilfe bei der Übersetzung der Verse

1 Ehrerbietung dem strahlenden Lama (Anmerkung der Redaktion)
2
Tib. Dorje Chang, Skt. Vajradhara
3 Tib. Samten Shi. Vier Ebenen nicht-befreiender Meditation, wie sie im Götter-Bereich reiner Form praktiziert werden.


Hannah Nydahl (1946 - 2007)
war eine der gefragtesten Übersetzerinnen aus dem Tibetischen ins Englische, Deutsche oder Dänische. Die Hälfte des Jahres übersetzte sie für Lamas am Karmapa International Buddhist Institute (KIBI) in New Delhi, Indien, wo sie sowohl an der Übersetzung zahlreicher buddhistischer Texte beteiligt war, als auch die Reisen hoher Lamas der Karma-Kagyü Linie organisierte. Die andere Hälfte des Jahres reiste sie mit ihrem Mann Lama Ole Nydahl um die Welt. Besonders wegen ihrer Arbeit als Sprecherin und Vertreterin für die buddhistische Übertragung der Tibeter wurde sie später oft "Mutter des Buddhismus" genannt.
Hannah und Ole Nydahl wurden 1969 die ersten westlichen Schüler des 16. Gyalwa Karmapa, dem Oberhaupt der tibetisch-buddhistischen Karma-Kagyü-Tradition. Nach einigen Jahren der Ausbildung im Himalaya bat er die beiden, den Buddhismus in den Westen zu bringen. Seit 1972 verbrachten beide ihr Leben mit Reisen und Lehren und mit dem Gründen von weltweit über 600 Meditationszentren.