Aus: Buddhismus Heute Nr. 43, (Sommer 2007)

Bist du jemals einer Dakini begegnet?

Im Gespräch mit Hannah Nydahl

Auszüge aus der zweisprachigen Neuveröffentlichung "Dakinis - Lebensgeschichten weiblicher Buddhas / Female Buddha Lifestories"

In diesem Buch werden Lebensgeschichten von Frauen aus Indien und Tibet erzählt, die oft als Dakinis bezeichnet werden. Was bedeutet der Begriff Dakini?
Hannah Nydahl: In der ersten Verbreitungsperiode des Buddhismus in Indien war das Wort Dakini kein Kompliment, es hatte eine sehr negative Bedeutung. Es geht in die Richtung des Wortes "Hexe", so wie dieser Begriff bei uns im europäischen Mittelalter verstanden wurde. Es handelt es sich um eine bedrohlich wirkende Frau mit besonderen Fähigkeiten. Im indischen Sprachgebrauch ist eine Dakini eine sehr einfache, eher primitive Frau. Sie ist ein von der Gesellschaft ausgeschlossenes, wildes, Fleisch fressendes und gefährlich erscheinendes Wesen, somit keine gute Gesellschaft (Hannah lacht). Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes enthält eine zerstörerische Kraft.

Die Belehrungen und Meditationen des Diamantweg-Buddhismus wurden in Indien erst ab dem 5. Jahrhundert mehr und mehr öffentlich und bis dahin von wenigen, am allgemeinen Gesellschaftsleben nicht teilnehmenden, Verwirklichern praktiziert. Vielleicht hat die negative Bedeutung des Wortes auch damit zu tun, dass in der 'Indischen Zeit' nur wenigen Menschen die Bedeutung des Begriffs Dakini bekannt war?

Im Tibetischen wird der Begriff Dakini mit Khandro übersetzt und steht als Zeichen für eine tantrische Umwandlung. Die wilde Frau von niederer Kaste wandelt sich in eine Weisheitshalterin. Wörtlich übersetzt heißt Khandro Himmelswandlerin oder Himmelsläuferin. Es beschreibt das weibliche Prinzip im Sinne der letztendlichen Eigenschaften des Raumes. 'Kha' ist im klassischen Tibetisch die Kurzform für 'Namkha' und bedeutet Raum oder Himmel. 'Dro' bedeutet bewegen oder laufen und wird im umgangssprachlichen Tibetisch auch für gewöhnliche Lebewesen verwendet.

Das Wort Khandro zielt auf das Erleben von Leerheit. Diese Raumnatur kann sich in einer weiblichen Form zeigen, jedoch sind männliche und weibliche Eigenschaften Beschreibungen der gleichen Natur des Geistes. Wir alle haben Dakini-Weisheit sowie den männlichen Tat-Ausdruck in uns. Die unterschiedlichsten Eigenschaften zeigen Aspekte des Geistes, aber teilen alle die gleiche Essenz. Wir meditieren im Diamantweg auf vereinigte Buddhaformen, um genau diese Erfahrung in uns zu erwecken. Durch die Methode, sich auf männliche und weibliche Buddhas in Vereinigung einzustellen, stärken wir die Untrennbarkeit der unterschiedlichen Fähigkeiten unseres Geistes, welche wir - bedingt durch unsere so starken dualistischen Konzepte - normalerweise nicht zu erfahren in der Lage sind. Diese Art von Meditation ist eines der geschicktesten Mittel Buddhas. Dakinis sind also entweder Weisheits-Energien ohne körperliche Form oder physisch vorhandene Frauen. Im Zusammenhang mit unserer Meditationspraxis heute ist Dakini-Aktivität vor allem inspirierend und helfend für den Praktizierenden.

Gibt es äußere Zeichen, an denen man eine Dakini erkennt?
Wenn wir zurück in die indische Zeit blicken, sprechen wir über verschiedene Arten von Frauen, unterschiedliche physische Frauentypen. Betrachten wir jedoch Dakinis im Zusammenhang mit spirituellen Qualitäten, sind es besondere Merkmale in Bezug zu den Eigenschaften der fünf Buddhafamilien, die eine Khandroma auszeichnen. Ich habe niemals überprüft, ob es Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit den allgemeinen Frauentypen und verwirklichten Dakini-Zeichen gibt. Im Zusammenhang mit unserer buddhistischen Praxis sind nicht so sehr die körperlichen Zeichen einer Dakini wichtig, sondern vielmehr ihre Sinn bringenden Aktivitäten zum Nutzen für andere.

Worin besteht diese Sinn bringende Aktivität?
Dakini-Aktivität ist Schützeraktivität, sie sind die Geberinnen von Tatkraft und somit unsere Zuflucht im Diamantweg. Dakini-Schutzkraft bewahrt die lebendige Übertragung der Belehrungen des Diamantweg-Buddhismus. Sie schützen Belehrungen, die nur unter geeigneten Bedingungen praktiziert werden dürfen, vor falscher Anwendung und sichern ihre Geheimhaltung.

In der Lebensgeschichte von Yeshe Tsogyal erfahren wir, dass sie und der aus Indien stammende Guru Rinpoche in Tibet viele Übertragungen in der Form von Dharma-Schätzen (tib. Terma) für die Zukunft sicherten, indem sie Texte an unterschiedlichen Orten versteckten. Diese verborgenen Schätze sind viele Jahre später zum Nutzen folgender Generationen gefunden worden.
Termas finden wir hauptsächlich in der Nyingma-Tradition. Diejenigen, welche die Belehrungen fanden und deuten konnten, werden Tertöns (dt.: Schatzfinder) genannt. Es ist eindeutig erkennbar, dass sie speziell diese Fähigkeit haben. Sie sind Ausstrahlungen (tib. Tulku; skt. Nirmanakaya), bewusste Wiedergeburten von verwirklichten Praktizierenden, die sich aufgrund ihrer Wünsche zeigen, um den Wesen zu helfen, die Natur ihres Geistes zu erkennen.

Wir haben gehört, dass diese Texte in einem speziellen Pali-Dialekt geschrieben sind, einer Sprache aus Uddiyana, einem Gebiet im heutigen Pakistan. Durch Auslassungen von Zeichen und Silben entstand ein eigener Code, der ohne direkte Übertragung durch einen Lehrer in seiner vielschichtigen Bedeutung nicht vollständig zu entschlüsseln ist.
Es ist nicht so, dass Termas nicht lesbar sind, wenn die Kodierung unbekannt ist (Hannah lacht). Die Texte lassen sich durchaus lesen, aber der Sinn ist nicht wirklich verständlich. Es ist eine sehr symbolische Sprache und man muss den entsprechenden Schlüssel kennen. Die so genannte 'Dakini-Sprache' funktioniert eher ganzheitlich als begrifflich.

Du sagst, Dakinis seien unsere Zuflucht im Diamantweg. Was bedeutet das genau?
Wenn der Lama die Quelle der Segenskraft ist, sind die Lichtformen der Buddhas (tib. Yidam) die Quelle der Verwirklichung und die Dharmaschützer, Dakas und Dakinis sind die Quelle der Tatkraft. In dieser Weise zeigen sie sich als in den Drei Wurzeln der Zuflucht.

Siehst du einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Lamas in Bezug auf inspirierende und schützende Tatkraft?
Die weibliche Aktivität ist sehr schnell und effektiv. Wenn wir von Dakas und Dakinis im Sinne von Helfern für den Praktizierenden sprechen, ist entscheidend, ob wir ein Mann oder eine Frau sind. Dakinis haben die Funktion, männliche Praktizierende zu unterstützen, und Dakas inspirieren weibliche Praktizierende. Auf einer weniger körperlichen Ebene, denke ich, lassen sich nicht so starke Unterschiede zwischen männlichen oder weiblichen Lamas ziehen, etwa wenn es um die schützende Aktivität eines Lehrers geht.

Wenn Dakinis die Aufgabe eines Lamas übernehmen, gibt es doch bestimmt auch Meditationen auf den Lama (tib. Guru Yoga) in der Form einer 'historischen' Dakini?
Das kann gut sein, vielleicht Yeshe Tsogyal? (Hannah lacht)

Wir haben gehört, dass Dakinis auch die "Mutter aller Buddhas" genannt werden?
Wenn wir hören, dass eine Dakini die "Mutter aller Buddhas" sein soll, bezieht sich das auf die symbolische Bedeutung des Weiblichen als Leerheit. Das heißt, alle Erscheinungen entstehen aus einer raumgleichen Natur, so wie eine Mutter Kinder zur Welt bringt. Nur in diesem Zusammenhang wird eine Dakini als die "Mutter aller Buddhas" bezeichnet.

Buddha Shakyamuni soll in Vereinigung mit Sarva Buddha Dakini letztendliche Erleuchtung erlangt haben?
Es gibt verschiedene Versionen der Erklärung von Buddhas Erleuchtung, genauso wie es Belehrungen auf verschiedenen Ebenen gibt. Sarva Dakini ist die Bezeichnung für diejenige Dakini, die sich zum Zeitpunkt seiner Erleuchtung mit Buddha vereinigte. Das ist eine Erklärung aus den tantrischen Belehrungen, auf deren Ebene die letztendliche Verwirklichung der Buddhaschaft in Vereinigung stattfindet.

In den Lebensgeschichten weiblicher Buddhas erfahren wir, dass einige von ihnen auf ihrem Weg zur Erleuchtung gemeinsam mit ihren Männern meditiert haben. Stimmt es, dass beide mindestens die gleiche Verwirklichung erreicht haben müssen, um den Partner unterstützen zu können?
Grundsätzlich muss jeder Partner so reif sein, dass er oder sie überhaupt die entsprechenden Übertragungen bekommen kann. Besonders für die Meditationen auf vereinigte Buddhaformen, also tantrische Praxis, müssen beide die Voraussetzung haben, um die entsprechenden Einweihungen und mündlichen Erklärungen zu erhalten. Hier ist ein Grad an Meditationserfahrung nötig, man muss wissen, worum es geht, in der richtigen Weise üben und die entsprechenden Versprechen einhalten, ansonsten ist es keine buddhistische Praxis. Man kann sich gegenseitig unterstützen und jeder ist sicher unterschiedlich in seiner Entwicklung, aber beide müssen reif sein für diese Art der Praxis.

Im Diamantweg-Buddhismus sind einige Frauen bekannt, die den Begriff 'Khandro' als Teil ihres Eigennamens tragen. Was hat es damit auf sich?
Khandro als Teil des Namens ist ein tibetischer Titel, in der gleichen Weise, wie zum Beispiel Lama ein Titel ist. Er zeigt an, dass man eine bestimmte Meditationserfahrung hat und Erklärungen geben kann. Andererseits gab es aber viele Khandros, die nicht offiziell so hießen. Es stimmt schon, wie Lama Ole manchmal sagt, dass die Funktionsebenen von Männern und Frauen ein bisschen verschieden liegen. Die offiziellen Aufgaben und Titel sind vielleicht mehr für Männer geeignet und diese sind auch viel wichtiger für sie. Sie werden deutlich mehr angenommen und gehören eher zu der männlichen Energie. Titel und öffentliche Funktionen sind nicht die Funktion der Frau, und auch wenn Frauen unterrichten, ist es oft ein wenig anders.

Während der Meditation auf vereinigte Buddhaformen haben Dakinis und Dakas bestimmte Aufgaben. In diesem Zusammenhang wird immer wieder von so genannten Ganachakra-Festen berichtet.
Hier treffen sich Dakas und Dakinis und veranstalten ein Festmahl auf Friedhöfen. In Indien gibt es acht dieser besonderen Orte. Zwei davon befinden sich in der Nähe von Bodhgaya. Die geographische Lage der anderen Orte kenne ich nicht genau.

Ganachakra-Feste sind eine Ebene der tantrischen Praxis. Es gibt weitere symbolische Praktiken, in denen man in Verbindung mit seiner Meditation ein Festmahl abhält. Tibeter verwenden in ihren gesungenen Meditationen (tib. Pujas) ein symbolisches Fest (tib. Tsog). Hier werden alle Erscheinungen auf eine reine Erlebniswelt gehoben und unreine Substanzen wie Fleisch und Alkohol werden in Weisheitsnektar und gesegnete Objekte verwandelt. Auf dieser Ebene sind alle Störgefühle die verschiedenen Arten von Weisheit und alle Aktivität wird in reine Energie gewandelt.

Sind diese Friedhöfe noch immer in Gebrauch?
Menschen, die diese Stellen kennen, gehen dort hin und meditieren. Es sind Pilgerstätten.

Was ist der tiefere Sinn in der Übung, symbolisch unrein erscheinende Substanzen wie zum Beispiel Blut in Nektar zu wandeln, und warum werden diese Praktiken geheim gehalten?
Alle tantrischen Übungen, die mit den äußeren Darbringungen zu tun haben, sind Umwandlungen so genannter weltlicher, unreiner Substanzen. Das ist der Grundgedanke und dahinter steckt etwas sehr Konkretes: Konzepte über rein und unrein, wohl und übel schmeckend sowie essbar und ungenießbar aufzulösen. Diese Substanzen sind etwas, was man ganz bestimmt nicht essen oder trinken möchte. Wenn man sie, zumindest symbolisch, bei seinen Übungen verwendet, ist das Ziel, eine Ebene zu entdecken, auf der keine Unterschiede mehr existieren. Es ist nur unsere Beurteilung von rein und unrein, die Dinge selbst sind es nicht. Man kann seine ganze Wahrnehmung und seine Vorlieben und Abneigungen ändern.
Einer der Gründe, warum tantrische Methoden nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind, ist, dass sie widerlich wirken, wenn man sie nicht versteht. Sie können missbraucht werden, selbst der sexuelle Teil, wenn man einfach Orgien feiert, bei denen man Wein trinkt und Sex hat. Daran ist nichts Besonderes, das kann man auch ohne Tantra haben. Buddhistische tantrische Übungen sind geheim, da sie viele symbolische Bedeutungen enthalten.

Sind diese Tsog-Pujas eine Überprüfung der eigenen Meditationserfahrung oder schaffen sie gute Eindrücke, um die reine Sicht, überall Qualitäten und Fähigkeiten zu sehen, in der Nachmeditation zu halten?
Die Puja ist eine symbolische Übung, man erzeugt damit gute Eindrücke und versucht dabei, die Meditation in einer möglichst reinen Erlebniswelt auszuführen. Wenn man dabei seinen Geist nicht unter Kontrolle hat, ist es einfach eine Party, aber kein Tsog! Es gibt heute nicht so viele Praktizierende, die eine letztendliche Erfahrung halten können, aber auf der gewöhnlichen Ebene kann man Verdienst ansammeln und den Geist trainieren.

Sind die Reinen Länder der Dakinis tatsächliche Orte oder eher Meditationszustände?
Reine Länder sind Kraftfelder der Buddhas. Das bekannteste Reine Land ist das Reine Land der Großen Freude (tib. Dewachen). Buddha des Grenzenlosen Lichtes (tib. Öpame) hat es mit der Kraft seiner Wünsche, anderen möglichst schnell bei ihrer Erleuchtung helfen zu können, verdichtet. Es ist eine Bewusstseinsebene, in der es keine Hindernisse für den Praktizierenden mehr gibt. In diesem Bewusstseinszustand ist die Ich-Vorstellung vollständig aufgelöst. Auch wenn man durch die eigene Meditationspraxis noch nicht so weit gekommen ist, kann man aufgrund von starken Wünschen in dieses Reine Land geboren werden. Von dieser Bewusstseinsebene aus ist es außerdem möglich, in andere Reine Länder zu gelangen, wie zum Beispiel Kachö (tib.), den Bereich der Dakas und Dakinis im Reinen Land von Roter Weisheit (tib. Vajravahari; skt. Dorje Phagmo). Die Reinen Länder der Dakinis zu erfahren, ist normalerweise nur möglich, wenn man bereits in diesem Leben eine recht hohe Erkenntnis von der Natur des Geistes erlangt hat. Alle Reinen Länder entsprechen dem Freudenzustand (skt.: Sambhogakaya), der Lichtgestalt eines Buddhas. In dieser Weise zeigt sich Buddhaaktivität für verwirklichte Wesen, für Wesen, die bereits aktive Bodhisattvas sind, das heißt von der ersten Bodhisattvastufe an aufwärts. Allgemeine Wesen erkennen die Buddhas nicht in ihrem Freudenzustand.

Was wir hier in unserem Alltag allgemein als wahr erleben, ist letztendlich gesehen nicht dauerhaft existent. Die Freudenzustände sind bestimmt wahrer und zeigen eher‚ wie die Dinge sind, als das, was wir hier gerade erleben und für wirklich halten (Hannah lacht). Die Freudenzustände sind nichts Abstraktes. Auf dieser Bewusstseinsebene wird meditiert und geübt.

Bist du jemals einer Dakini begegnet?
Ole und ich haben Drikung Khandro im West-Himalaya getroffen, sie hat lange mit Kunu Lama zusammengelebt und war sehr speziell. Ihre starke Ausstrahlung beeindruckte uns zutiefst. Drikung Khandro war jedoch damals schon ein bisschen krank. Sie hatte Tuberkulose und lebte nicht mehr lange. Kunu Lama und sie sind beide als Geschwister in Kopenhagen wiedergeboren und später offiziell als Inkarnationen anerkannt worden.

Viel wichtiger jedoch als die Aufgabe hinter dem Titel eines Wesens ist die Bedeutung von Dakinis auf der absoluten Ebene. Die Bedeutung der Belehrungen über Leerheit ist entscheidend. Ob es in Verbindung mit Meditation ist oder ob weibliche Buddhas die raumgleiche Natur des Geistes ausdrücken: Wenn ich davon ausgehe, dass wir alle Bodhisattvas sind, dann bin ich umgeben von männlichen und weiblichen Buddhas und natürlich auch von Dakinis. Ich kann Dakinis in meiner Meditation begegnen, aber auch als äußerem Lehrer und in jeder Frau, die ich treffe. Es ist nur eine Frage der Sichtweise.

Auszugsweiser Vorabdruck mit freundlicher Genehmigung des Buddhistischer Verlag, Wuppertal. Zu Redaktionsschluss lag der Text noch in Entwurf-Fassung vor; daher überarbeitet von der Redaktion.


Hannahl Nydahl
1946 -2007

Hannah Nydahl studiert Germanistik und Französisch in Kopenhagen, wo sie 1966 ihrem Jugendfreund Ole Nydahl wiederbegegnet und ihn 1968 heiratet. Auf ihrer Hochzeitsreise in den Himalaya trifft das Paar zunächst Lopön Tsechu Rinpoche und später den 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje, höchstes Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie, dessen erste westliche Schüler sie werden. Gyalwa Karmapa leitet ihre mehrjährige Meditationsausbildung und gibt ihnen die höchsten buddhistischen Erklärungen und direkte Übertragungen. Seit dieser Zeit organisiert Hannah Nydahl internationale Vortragsreisen für hohe Lehrer des Diamantweg-Buddhismus, übersetzt aus dem Tibetischen Meditationstexte und Vorträge und leitet Studienkurse in Spanien. Hannah Nydahl ist Mitbegründerin von über 550 Meditationszentren der Karma-Kagyü-Linie rund um die Welt und ist darüber hinaus Gründungs- und Vorstandsmitglied in der Buddhismus Stiftung Diamantweg.