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BUDDHISMUS HEUTE
Aus: Buddhismus Heute Nr. 41, (Sommer 2006)

Bhutan – Reise zu den Wurzeln unserer Praxis

Uschi Winterer und Claudia Knoll berichten von ihren Eindrücken

Im April 2006 waren über 100 Kagyüs in zwei Gruppen auf Pilgerreise in Bhutan und Nepal, mit Besuch beim 17. Karmapa Thaye Dorje in Kalimpong.

Uschi Winterer
Pilgerreise als Form der Praxis

Segensreich sei es, auf einer Pilgerreise nicht nur krank zu werden und etliche Reinigungen zu erleben – am besten man stirbt gleich an Ort und Stelle! So der immer wieder gern gehörte Hinweis, wie wirkungsvoll eine Pilgerreise doch sein kann.

Auf praktisch-relativer Ebene rät High-Light-Travel Veranstalter Hans Embert trotzdem zum Abschluss einer Reise-Vollschutzversicherung, was neben erfahrener Organisation und allerbesten Wünschen für gutes Gelingen für ein entspannteres Reisegefühl sorgt. Denn Bangkok-Bhutan-Kalimpong-Kathmandu in nur knapp zwei Wochen ist - Karmapa Chenno und Mahakala hilf! - ein anspruchsvoll dicht gepacktes Pilger-Programm.

Aber warum sich überhaupt aufmachen ins ferne Asien, wo´s doch zu Hause so schön ist und man mittlerweile bequem überall im Westen ein buddhistisches Zentrum ganz in der Nähe besuchen kann? Urlaubstage sinnvoll und spannend verbringen, vermischt mit ein wenig nostalgischer Sehnsucht nach einer noch „heilen buddhistischen Welt“ mag wohl mit hineinspielen. Der wesentliche Beweggrund liegt aber darin, die Ursprünge der reichen buddhistischen Kultur als Motivationshilfe zu erleben, um die eigene Praxis stärker zu verankern. Daher gelten Pilgerreisen schon von jeher als eine traditionelle Form der buddhistischen Praxis, wirksam in der Gesamtheit der vielfältigen Eindrücke.

Das gilt nicht nur für Diamantweg-Praktizierende, sondern findet sich in allen religiösen Traditionen. Viele lohnende Ziele bieten sich an, die man gerne wenigstens einmal im Leben besuchen möchte: Der „Klassiker“, die Stationen Buddhas in Indien von Lumbini über Bodhgaya bis Kushinagara, den Mount Kailash umrunden... auf den Spuren der großen Praktizierenden in Tibet zu wandeln... darüber hinaus gibt es auch etliche bemerkenswerte Pilgerorte in Ländern der buddhistischen Theravada- oder Mahayana-Traditionen, wie die Shwedagon Pagode in Burma/Myanmar, Jahrhunderte alte Kulturschätze in Sri Lanka, die heiligen Berge Chinas, Wanderungen im Zen-Geist zu den Tempeln Japans und Koreas - um nur einige zu nennen. Ist man erst einmal auf den Geschmack gekommen, wird die Liste der besuchenswerten Pilgerziele immer länger. Gerne würde man dort ausgedehnt Zeit verbringen, und das Leben erscheint wieder einmal als viel zu kurz, zumal mit der Verbreitung des Buddhismus im westlichen Kulturkreis nun weitere neue Kraftplätze hinzukommen!

Bhutan ist ein wahres Juwel unter den Pilgerzielen, da hier viele der Wurzeln unserer Diamantwegs-Übertragung lebendig sind. Man kann sich über die Gelegenheit glücklich schätzen, jetzt noch dieses einzigartige „Miniatur-Tibet“ zu erleben. Denn die Politik der Abschottung, begrenztem Hochpreistourismus sowie Regentschaft des allseits beliebten Königs Wangchuk neigen sich dem Ende zu. Er hat für 2008 seinen Rücktritt und Umwandlung Bhutans in eine konstitutionelle Monarchie angekündigt und ermuntert nun seine Landsleute, sich in Demokratie zu üben. Ein bemerkenswerter Schritt, der mir den gut aussehenden König und seinen nicht minder gut aussehenden vier Ehefrauen – der Harmonie wegen hat er Schwestern geheiratet – noch sympathischer macht. Bhutan ist nun mal ein ungewöhnliches Land. Die Unterstützung aller Drukpa-Kagyü-Klöster und des Buddhismus als Staatsreligion im Lande wird wohl weiterhin Chefsache bleiben. Es ist aber klar zu erkennen, dass auch in Bhutan die Zeit für die derzeit ca. 700.000 Einwohner nicht stehen bleibt, Tendenz stark steigend. Überall wird neu gebaut, allerdings in sehr ansprechendem Baustil mit viel Holz, reichen Verzierungen und Glücksymbolen überall, der einzige Flughafen und Tower mit eingeschlossen. Ein schöner Empfang nach Anflug ins enge Paro-Tal, wo man fast die Berge streift, was ganz normal sei, wie uns der Pilot zuvor beruhigt. Aber das Gefühl der völligen Unberührtheit wird sich unaufhaltsam ändern, weshalb Lama Ole dazu rät, das Land jetzt in nächster Zeit noch zu besuchen.

Bei Reisebeginn in Bangkok erhalten wir seine guten Wünsche: „Ihr seht jetzt unsere Wurzeln und werdet euch freuen, dass wir den ganzen Sinn in unsere heutige Welt gebracht haben. Meditiert auf die Stellen, genießt die Farbpracht und lasst euch die ganzen Geschichten erzählen. Grüßt von uns!“

Was erwartet uns, wie wird Bhutan auf jeden in unserer Reisegruppe wirken und welche Eindrücke werden wir von hier mitnehmen?
Auf äußerer Ebene erwartet uns zunächst einmal der herzliche Empfang durch die lokalen Reiseleiter, angenehme Hotels und gutes gesundes Essen; das National-Gemüse Chilli wird Besuchern zum Glück nur als scharfe Beilage zur freien Wahl serviert.
Bhutan ist ein Naturparadies. Die kaltklare Luft auf über 2.500 m Höhe bringt die Farben zum Leuchten und die Lunge zum Keuchen.
Vertrauen zu den Fahrern und hoffentlich guten Reifen und Bremsen ist Grundvoraussetzung für die stundenlangen Fahrten im Kleinbus, immer mit einer Seite am unbefestigten Abgrund. Die einzige Strecke ohne Serpentinen sind wohl die wenigen Meter entlang der Flughafenrollbahn, sonst geht es durchweg kurvig, eng und steil bergauf-bergab, bei atemberaubend schönen Ausblicken über an alpine Regionen erinnernde Berge und Täler. Dazwischen Reisfelder, flammend rot blühende Rhododendron-Bäume und Achttausender-Schneeberge am Horizont. Schon als Kind habe ich mich oft gefragt, warum bei den unendlich vielen Möglichkeiten, wo man sein könnte, ich gerade jetzt an dem Ort bin, wo ich gerade bin... Und hier möchte man sein, keine Frage. Allein schon die herrliche Natur lässt unwillkürlich wünschen: „Mögen viele Menschen auf der Welt eine so schöne Umgebung mit Weite und Klarheit im Geist erleben können!“

Bhutan fasziniert aber nicht nur durch seine schöne Landschaft, sondern das Besondere sind die vielen Segensplätze mit ihren für unsere Übertragungslinie bedeutsamen Geschichten. Einige von uns halten ständig Stift und Papier bereit, um möglichst viel Wissenswertes zu den gesehenen Stupas, Lhakangs (Klöster) und Dzongs (große Klosterburgen und gleichzeitig Regierungssitz) festzuhalten. Ich halte mich hier lieber direkt an Detlev als unsere wandelnde Enzyklopädie zum Wer, Wann und Wo. Welcher Karmapa am jeweiligen Platz was getan hat, welchen Buddhaaspekt wir gerade vor uns sehen und die Geschichten und wundersamen Legenden dazu (siehe ausführlicher Reisebericht in: Buddhismus Heute Nr. 36 „Im Land des Drachen“, Pilgerreise mit Lama Ole März 2003). Die Namen, Orte und Eindrücke gehen wie im Traum ineinander über und schon bald kann ich nicht mehr klar auseinanderhalten, welche Statue ich wo genau gesehen hatte. Kein Wunder bei so vielen Schätzen in kurzer Zeit. Bereits bei der ersten Besichtigung spät nachts am Ankunftstag dürfen wir im Kichu Lhakang in Paro auch den privaten Raum betreten, in dem der berühmte Nyingma-Meister Dilgo Khyentse Rinpoche meditiert hat und der wie fast alle weiteren Stellen in Bhutan auch vom 16. und 17. Karmapa schon besucht wurde. Einfach die Vorstellung auf sich wirken zu lassen, das Erleben dieses Ortes mit Karmapa und anderen Verwirklichern zu teilen oder die Verbundenheit mit allen Praktizierenden zu spüren, die hier zuvor schon eine Statue mit der Stirn berührt haben, um Segen zu nehmen, lässt Grenzen innen und außen verschwinden. Manch eine Statue wirkt, als sei sie lebendig, und ihre Gegenwart lädt dazu ein, auf geheimer Ebene starke Wünsche zu machen. Hier passt alles zusammen, um Fotos von Freunden und anderen, denen man Unterstützung wünscht, zu hinterlassen oder die mitgebrachten Schützerknoten mit Segen aufzuladen. Als buddhistische Pilgergruppe mit Empfehlungsschreiben dürfen wir für „normale“ Touristen sonst geschlossene Innenräume sehen und kommen aus dem Staunen nicht heraus, welcher Reichtum sich jedes Mal aufs Neue auftut. Um eben diesen Reichtum zu schützen, ist es auch uns verboten, hier zu fotografieren. Wie sich die gemeinsam gesungene Mahakala-Anrufung umgeben von sehr präsenten Statuen in einem dunkel-rauchigen Raum aus dem frühen 11. Jahrhundert anfühlt, voller Opfergaben in Form von Waffen einschließlich einer Kalaschnikow, bleibt auch ohne Erinnerungsfoto im Geist haften. Dennoch bin ich froh darüber, dass wir die Essenz des reichen Erbes im Westen in entstaubter Form gut weiterführen. Trotz straffem Programm bleibt immer etwas Zeit für eine kurze individuelle Meditation. Es wird gesagt, dass sich der Wirkungsgrad der Mantren an Segensplätzen um einige 10er-Potenzen verstärkt, zumindest entsteht genügend Rückenwind für weitere freudvolle Anstrengungen! Auch unsere gemeinsame Meditation auf den 16. Karmapa fühlt sich überall passend und stimmig an. Ein paar Zugeständnisse an die traditionellen Gepflogenheiten, wie sich dreimal Verbeugen beim Betreten eines Lhakangs, behalten wir bei. Das auf Tibetisch gesungene „Emaho...“ zeigt auch als Türoffner seine Wirkung, denn plötzlich ist der uns zunächst vorsichtig aus dem Versteck heraus beäugende Klosteraufseher dann doch zur Stelle und erlaubt uns, einen jahrhundertealten Lhakang zu betreten. Es freut auch uns, von den Bhutanesen als nahe Buddhisten-Familie erkannt zu werden.

Wie ins Reine Land versetzt fühlen wir uns in den Bumthang-Tälern. Die Vorhersagungen beschreiben diese Täler im Landesinneren als Zufluchtsland in schwierigen Zeiten, und so war es auch für den 16. Karmapa nach seiner Flucht aus Tibet. Beeindruckend die riesige Guru Rinpoche Statue im Kurje Lhakang, der dort einst so kraftvoll meditiert hatte, dass ein sichtbarer Abdruck im Felsen entstand. Ein passender Ort, sich immer wieder unerschöpflich Kraft für die eigene Praxis zu wünschen und dies im Geist zu verankern. Die Gelegenheit von der nahe gelegenen Heilquelle wie weiland Guru Rinpoche für ein langes Leben in einem gesunden Körper zu trinken, nimmt man gerne mit. Etwas abgelegen in einem der vier Täler Bumthangs gibt es auch eine reine Karma-Kagyü-Stelle, Tangbi Lhakang, in der wir ausnahmsweise in den Innenräumen fotografieren dürfen. Viele Namen, die man schon oft im Zufluchtsgebet rezitiert hat, werden hier mit Ihren Abbildungen und Lebensgeschichten ganz lebendig. Im Altarraum mit den Statuen der alten Kagyü-Meister beginnt man zu verstehen, dass man ja selbst in gewisser Weise auch „Linienhalter“ der Übertragung im Westen ist – und wünscht darin mehr Fähigkeiten zu entwickeln. Aber auch im Osten wird etwas Unterstützung gebraucht: Da dieses Kloster nicht vom bhutanesischen Staat finanziert wird, hinterlassen wir eine nicht unerhebliche Spende. Mit etwas offiziellem Tam-Tam drumherum überreicht, denn Großzügigkeit sollte in ärmeren Ländern auch mit situationsgerechter Weisheit einhergehen, denn wir wollen das Geld vorrangig für die Erhaltung der Stelle verwendet wissen.

Unterwegs sorgen einige „Karma-Spiele“ für Unterhaltung durch praktisches Erleben: Mal gilt es, mit einem aus schwerem Eisen geschmiedeten Kettenumhang geschultert dreimal den dunklen Tempelgang entlang zu rennen, und zwar schnell. Dadurch kann man viel schlechtes Karma loswerden und gleichzeitig die Lungenkanäle durch höhenbedingte Tiefenatmung reinigen, so wird uns erklärt. Mal entscheidet das geschickte Abrollen eines Steines, der meist unvermeidlich in der nachfolgenden Felshöhlung landet, über den zukünftigen Verbleib in Himmel oder Hölle. Oder für sportliche Herren garantiert das dreimalige Umrunden eines Felshaufens mit 100-kg-Brocken im Arm sofortige Befreiung von schlechtem Karma; desgleichen gilt auch für denjenigen, der es schafft, sich ohne Rücksicht auf gequetschte Rippen durch eine enge Felshöhle zu zwängen. Ausdauer, Kraft und Mut haben schließlich noch keinem geschadet, das wird einem hier klar.

Auf den ersten Blick eher unscheinbar ist die Terma-Fundstelle „Brennender See“, eine kleine Schlucht mit wackliger Brücke voller Gebetsfahnen mitten im Wald. Mir scheint, dass die vielen Belehrungen, Eindrücke und Pilgerplätze ebenfalls wie Termas in meinem Geist gut versteckt ruhen – hoffentlich mit Zugriff, wenn die Zeit dafür reif wird! Derweil erfreue ich mich an den Wundergeschichten, die über den legendären Terma-Finder Pema Lingpa zu dieser Stelle erzählt werden. Die letzte Besichtigung nachts bei Vollmond und Wetterleuchten im kleinen, aber bedeutenden Konchogsum Lhakang lässt keinen Zweifel mehr an der mystisch klingenden Erläuterung aufkommen, dass hier nur durch einen Stein verschlossen in einem unterirdischen See weitere Termas lagern – irgendwann wird bei so viel Segenskraft rundherum alles traumgleich und nichts scheint mehr unmöglich.

Je länger man in Bhutan ist, umso vertrauter wird einem, dass alle Bhutanesen - so will es die amtliche Verordnung - ihre Nationaltrachten tragen, noch aus hochwertig handgewebten Stoffen gefertigt. Zur Dinner-Einladung im „Royal Golfclub Thimphu“ erscheinen auch Hans und Detlev im traditionellen „Gho“ und machen darin eine sehr honorige Figur - einzig gewöhnungsbedürftig sind die in Kombination zu tragenden adretten Kniestrümpfe als Herren-Beinkleid. Gerne gewöhnt man sich daran, überall Gebetsmühlen mit Wasserantrieb am Straßenrand zu sehen. 108 Stupas errichtet auf der Passhöhe mit Blick ins nahe gelegene Tibet/China gehören ebenso zum Straßenbild wie die allerorts gleich einem Feenwald zwischen den Bäumen aufgehängten Gebetsfahnen. Als bei einer Passüberquerung plötzlich neun Adler von enormer Spannweite hoch am Himmel über uns kreisen, werten unsere einheimischen Reiseleiter das aber schon als ein außergewöhnliches Zeichen. Eine wahre Freude auch für die Gruppe japanischer Birdwatcher, die eigens zum Vögelbeobachten hier unterwegs sind.

Das inmitten Gebetsfahnen ebenfalls gut sichtbar auf Passhöhe aufgestellte Schild zur HIV-Aufklärung macht auf die hier ebenfalls vorhandenen Probleme aufmerksam. Unterwegs hören wir im englischsprachigen Sender Radio Thimphu die Nachrichten zur aktuellen Innenpolitik: hier und dort wurde ein Stupa eingeweiht, oder ein Tsechu-Tempelfest fand statt. Jedoch sei auch die wachsende Korruption gerade im Parlament diskutiert worden. Man habe bei genauer Untersuchung insgesamt „108 Formen der Korruption“ ausmachen können, am stärksten betroffen davon ist die allerorts blühende Bauindustrie, sagt das „Ministerium für Landesglück“, so lautet übersetzt die Bezeichnung für das bhutanesische Innenministerium. Auch eine Jobmesse sei gerade erfolgreich durchgeführt worden, denn das rapide Bevölkerungswachstum verlangt nach Perspektiven für die Jungen, die lieber im Lande bleiben würden als sich beim großen Nachbarn Indien nach Arbeit umsehen zu müssen. Gut 60% der Staatseinnahmen kommen aus dem Verkauf von Elektrizität an den großen Nachbarn Indien, Tourismus und Landwirtschaft sind weitere Erwerbsquellen. Modernisierung durch verbesserte Infrastrukturen haben sehr wohl auch ihre guten Seiten: Auch Hans ist froh darüber, selbst im entfernten Bumthang per Internet den neuesten Bericht zur sich zuspitzenden Lage in Nepal abrufen zu können. Denn davon hängt ab, ob unsere Gruppe nach der nächsten Etappe - Besuch bei Karmapa in Kalimpong - wie geplant die Reise dorthin fortsetzen kann.

Auf dem Rückweg schaffen wir es gerade noch vor Schließung um fünf Uhr nachmittags den beeindruckenden, am Zusammenfluss zweier Flüsse im Tal erbauten Punakha Dzong zu besichtigen. Neben fantastischen Wandmalereien und riesigen Buddha-Statuen ist eine kleine Stelle vor dem Hauptgebäude bemerkenswert: Dort hat eine Statue bereits dreimal einem verheerenden Hochwasser standgehalten, das umliegende Gebäude wurde von den Fluten mitgerissen. Ein Symbol für Unerschütterlichkeit, die mit wachsendem Vertrauen in den Dharma einhergeht. Nicht weit davon entfernt liegt das Kloster des als „Heiliger Narr“ bekannten Drukpa Künleg, zu dessen Ehren viele Häuser vor allem im Osten des Landes mit großen schleifchengeschmückten Phallus-Abbildungen verziert sind. In den Souvenirläden liegen Gebetsfahnen einträchtig neben Nachbildungen seines edlen Diamanten, als handgeschnitztes Bio-Produkt aus bhutanesischer Bergzeder ein gern gekauftes Mitbringsel für die Lieben daheim. Lohnenswerte Lektüre hierzu ist die Lebensgeschichte des Heiligen Narren Drukpa Künleg, der seine legendäre Manneskraft sowie alle Mittel von Körper, Rede und Geist recht eigenwillig eingesetzt hat, um bei seinen vielen SchülerInnen Befreiung verhindernde Konzepte zu sprengen. Wir erhalten einen Segen auf ihn mit seinem Bogen, Reliquien und Holzpenis – möge auch dies fürderhin nützen auf allen Ebenen und unseren Rückweg bei Nacht und Regen im Taschenlampenschein durch bewässerte Reisfelder und wilde Hundemeuten sicher begleiten.

Unser Turbo-Pilgerprogramm ist damit aber für diesen Tag noch nicht zu Ende und unsere Reiseleiter halten uns allmählich für ein bisschen verrückt. Hoch in den Bergen von Punakha liegt der Nobgang Lhakang, Dort wollen wir unbedingt noch hin, denn hier wuchs Lopön Tsechu Rinpoche auf. Welch prächtiger Ausblick man von hier aus hat, ahnt man nur von Fotos, es ist bereits stockdunkel und regnet. Der nächtliche Abstecher wird zu einem Höhepunkt der Pilgerreise: Die seltenen Milarepa-Wandmalereien und seine hier so spürbare Präsenz geben unserer gemeinsamen Meditation eine besondere Qualität. Uns wird bewusst, wie viel wir ihm zu verdanken haben. Denn er war es, der uns allen Bhutan eröffnet hat. Schon 1987 waren zwei aus unserer Gruppe mit Rinpoche, Ole und Hannah auf Rinpoches Einladung hin in Bhutan. Nach der kurz vor seinem Tod noch von Tsechu Rinpoche initiierten Reise in 2003, als Ole und Hannah 70 nahe Schüler nach Bhutan mitnahmen, hat unsere Diamantwegs-Zentren die Bhutan-Begeisterung erfasst. Seitdem werden jedes Jahr mehrere Reisen veranstaltet, deren Routen den uns von Rinpoche empfohlenen Stellen folgen.

Dass eine Pilgerreise auf vielen Ebenen wirken kann, zeigen die Erfahrungen und Gespräche untereinander: Meine Zimmergenossin Ilse berichtet von deutlich verbesserter Gesundheit nach der letzten Bhutanreise, sie ist daher zum zweiten mal dabei. Im Alltag beruflich stark Beanspruchte genießen die Entspannung trotz engem Reisebus und man ahnt, warum zur Todesstunde kaum jemand bedauert, zu wenig Zeit im Büro zugebracht zu haben. Eine Reinigung gleich einem Horrorfilm erlebt allerdings ein Paar aus unserer Gruppe, als im sonst so sicheren Kalimpong mitten in der Nacht ein Einbrecher mit Messer im Zimmer steht, der nach Flucht durch das Fenster alle Wertsachen liegen lässt, nur Mala, Uhr und Schützerknoten verschwinden – man könnte an Dämonen glauben, wäre da nicht die heftig blutende Stichwunde. Unser Reisedoktor Michael leistet Notfallhilfe, denn weit und breit findet sich weder Klinik noch einsatzbereiter Arzt mitten in der Nacht bei Regen und Stromausfall. Auch so kann man heftig Karma loswerden, sozusagen unter guten Bedingungen wie eingangs zitiert. Obwohl die Reise glatt verläuft, bleibt manche körperliche Reinigungen trotz vernünftig angepasster Essgewohnheiten nicht aus. Man kann wilde Träume erleben, und der eine oder andere wird mit inneren Ängsten und Begrenzungen konfrontiert, die sich dann auflösen. Da so viele wertvolle Erfahrungen miteinander geteilt werden, entstehen neue Freundschaften, die nahen und ferneren Verbindungen innerhalb der Reisegruppe werden gestärkt oder erscheinen in neuem Licht. An so vielen kraftvollen Plätzen Wünsche zu machen, ist keineswegs nur eine gut gemeinte Geste; sie können Veränderungen in schwierigen Lebenslagen für sich und andere bewirken. Die Buddhas sind da, sobald man an sie denkt. An den heiligen Stellen kann man gar nicht anders, als ihre Gegenwart im Geist zu halten. Die Ursprünge unserer buddhistischen Übertragung mit eigenen Augen zu sehen, hilft zu verstehen, welch große Aufgabe es ist, den Dharma lückenlos in den Westen zu bringen.

Ganz schön hoch hinaus geht es noch einmal am Ende der Reise, zum auf über 3000 m Höhe gelegenen „Tigernest“, das schon von weitem sichtbar im der Felswand klebt. Dank bewundernswerter Grundlagenausdauer ist unsere älteste Reiseteilnehmerin mit bei den ersten am Gipfel, es geht steil hinauf. Etwas Schwindelfreiheit sollte man im letzen Abschnitt schon mitbringen, oder sich gleich an Ort und Stelle in Furchtlosigkeit üben. Wie war das wohl hier zu Zeiten Guru Rinpoches und Yeshe Tsogyals, als sie sich an diese Stelle zurückzogen, um mit ihren Gefährten Vereinigungspraxis zu üben? Erfreulicherweise dürfen wir auch hier etliche der sonst nicht zugänglichen Räume sehen, die nach einem verheerenden Brand wiedergerichtet neu in altem Glanz erstrahlen. Wir wollen gerne so lange wie möglich dort bleiben, und schaffen den Abstieg gerade noch bei einsetzender Dunkelheit.

Die Fahrt früh morgens am letzten Tag zur indischen Grenze führt nochmals durch lange Täler und Pass-Straßen Richtung Süden. Hoch gelegene Aussichtspunkte, an denen imposant heraufziehenden Wolkenfelder ein Naturschauspiel bieten, reizen die Freunde des freien Falls geradezu zum Absprung in die Tiefen. Nach Abschied mit von Herzen kommendem Dank an unsere bhutanesischen Guides, die mit ihrem Fachwissen, aufmerksamer Betreuung und wechselseitigem Lernprozess sehr zum Gelingen unserer Tour beigetragen hatten, geht es in Puntsöling über die Grenze nach Indien.

Man fasst es kaum, welch ein krasser Unterschied nur ein paar Meter Grenzüberschreitung ausmachen können! Nach Bhutan ein echtes Kontrastprogramm, denn auf indischer Seite wohnen nicht nur zigfach so viele Menschen; man traut seinen Augen nicht, wie viel Müll und Dreck selbst direkt hinter dem gut gemeinten Schild „Keep your City clean“ mitten auf der Straße liegt. Das Bewusstsein bestimmt das Sein, ein Satz mit Wahrheitsgehalt. Umso erfreulicher, wie unerwartet zügig die indischen Grenzbeamten die vielen Einreiseformulare bearbeiten.

Offenbar hat da Zangpo, vielfach bewährter Reiseleiter für Indien und Nepal, zuvor schon ein wenig in deren Teekasse einbezahlt um die Arbeitsmoral zu heben, die Bürokratie zu beschleunigen, und so eine baldige Weiterfahrt zu ermöglichen. Eine der offenbar nützlichen Formen der 108-fachen Korruption. Man möchte nur laut ausrufen „Oh, incredible Mother India!“, und dann genießen wir nach der chaotischen Grenzstadt den ebenfalls sichtbaren Fortschritt in Indien. Auf erstaunlich guten neuen Straßen fahren wir vorbei an Teeplantagen schnell geradeaus in Richtung Himalaya-Vorberge und schließlich hinauf nach Kalimpong.

Karmapa nimmt sich Zeit für uns, er lädt zum Interviewtermin in zwei Gruppen aufgeteilt in sein Besucherzimmer ein. Sein Humor und die klare Unmittelbarkeit seiner Antworten auf unsere individuell gestellten Fragen beeindrucken auf vielfältige Weise. Ihn in direktem Blickkontakt zu erleben, ohne Scheu oder übertrieben ehrfürchtiges Verhalten, bringt eine tiefe Freude hervor, wie man sie sonst nur mit ganz nah Vertrauten erlebt. Wie ich aus den nachfolgenden Gesprächen entnehmen kann, hat jeder im Raum für sich einen anderen Aspekt aus Karmapas Antworten herausgehört. Als äußeres Zeichen für alles Gute, was geschehen ist, sehen wir kurz danach im Garten vor Karmapas Haus einen Regenbogen rund um die Sonne. In Bergregionen ein wohl häufiger vorkommendes Phänomen, aber in Verbindung mit dem Besuch bei Karmapa ruft dies ein eindeutiges Gefühl hervor, genannt Segen!

Ich bin zwar sehr froh darüber, dass ich als lohnabhängig-werktätige Laienbuddhistin mit begrenzten Urlaubstagen mir die Zeit für diese spezielle Pilgerreise nehmen konnte, da ich aber früher als die übrige Gruppe schon nach Hause fliegen muss, springt mir gleich bei Ankunft die Titelzeile der Tageszeitungen über „Demonstrationen und Ausnahmezustand im Königreich Nepal“ sehr ins Auge, denn dorthin ist unsere Gruppe weiter unterwegs. Das klingt nach spannungsreichen Tagen, wovon mir Claudia später berichtet.

Claudia Knoll
Kathmandu – Pilgerreise im Ausnahmezustand

Die Nachrichten berichteten schon vor unserem Abflug nach Asien täglich von Großdemonstrationen, Generalstreiks und Ausgangssperren. Noch in Kalimpong war es nicht sicher, ob wir nach Kathmandu reisen könnten. Hans stand eng mit Shambala-Tours, unserer nepalesischen Reiseagentur, wegen der aktuellen Ereignisse in Nepal in Verbindung. Sie gaben uns schließlich grünes Licht, wir sollten kommen. Auch Karmapa, bei dem wir Gelegenheit hatten zu erzählen, dass unsere Pilgerreise uns noch nach Kathmandu führen sollte, nickte nur und sagte: „Ihr werdet eine sichere Reise haben.“

Schon in früheren Jahren war die politische Lage in Nepal nicht einfach gewesen: Die Maoistenbewegung, Unruhe und Aufstände in verschiedenen Teilen des Landes schon seit gut zehn Jahren, die Morde in der Königsfamilie 2001, das Kriegsrecht, das König Gyanendra im Februar 2005 ausrief… die Pilgerreisen fanden immer trotzdem statt, warum also nicht auch dieses Jahr?

Am nächsten Tag hieß es also „Früh aus den Federn“, unser Flug vom Flughafen Badrapur nach Kathmandu ging am Nachmittag. Es war nicht abzusehen, wie lange die Grenzformalitäten in Karkarvitta sich hinziehen würden und wie wir dann auf nepalesischer Seite zum Flughafen kommen würden. Demonstrationen mit 100.000en von Teilnehmern waren just auf diesen Tag angesetzt, die normale Reiseroute nicht zu machen, die Straßen dicht. Es trat also ein Plan B in Kraft: „Es gibt da so einen kleinen Grenzübergang, man muss über einen Fluss und dann noch mit der Riksha eine halbe Stunde zum Flughafen…“

Gesagt, getan – wir müssen wieder ein Stück zurück nach Indien, biegen ein in kleine Straßen, noch kleinere Wege, dann in Feldwege, die uns schließlich direkt in den Acker eines indischen Bauern führen. Laut zeternd tut er seinen Unmut kund. Ein aufgeregter Polizist – woher kommt der? - nimmt Detlevs Pass und verschwindet damit. Werden wir den wieder bekommen?
Hier ist Endstation für den Bus, wir müssen nun zu Fuß weiter. Das allgemeine Chaos ist unglaublich, genauso die Lautstärke, in der „verhandelt“ wird. Zangpo, unser hervorragender Führer von Shambala, schärft uns ein, uns von niemandem beirren zu lassen, sondern einfach weiter unsere Koffer vom Dach des Busses holen und über den Acker zu rollen. „Da hinten ist eine Bambusbrücke über den Fluss, und auf der anderen Seite ist Nepal!“
Alles richtet sich, Detlev hat seinen Pass wieder bekommen, Wasserbüffel ziehen einen Karren mit unserem Gepäck, der Bauer ist befriedet, wir überqueren den Fluss und dahinter erwarten uns schon 32 Riksha-Fahrer – woher wissen die, dass wir kommen? Wie Perlen auf einer Schnur folgt einer dem anderen. Schwitzend und schwer in die Pedale tretend, bringen sie uns zum Flughafen, ein bizarres Bild.
Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Flug. Scharfe Kontrollen am Flughafen, jeder Koffer wird aufgemacht und durchwühlt. Was suchen die Zöllner eigentlich? Sind es Bomben oder eher unsere Batterien? Mit Buddha-Air fliegen wir nach Kathmandu. Die sonst grandiose Sicht auf die Himalaya-Bergkette ist diesmal leider Wolken verhangen, nur die höchsten Spitzen ragen heraus: Nuptse, Mount Everest, Makalu.
Bei der Ankunft in Kathmandu diesmal kein tobendes Leben, keine Touristen, keine Nepali, die unser Gepäck tragen wollen, kein einziger Taxi-Fahrer, kein Lärm, kein Feilschen.

Wir freuen uns auf die heiligen Stellen im Kathmandu-Tal - Lopön Tsechu Rinpoches Kloster, Bodnath, Swayambu besuchen - Statuen und Thangkas kaufen, ein gutes Hotel und gutes Essen, in Tamil shoppen gehen, es gibt einfach so viel zu sehen hier.
Am nächsten Morgen wachen wir von Vogelgezwitscher auf! Keine Autos, kein Hupen, kein Lärm - sind wir tatsächlich in Kathmandu?
An diesem Tag können wir gar nichts von dem unternehmen, was wir uns vorgenommen haben. Es ist eine Ausgangsperre bis zum Abend verhängt worden. Aber keiner murrt, denn wir haben so viel gesehen, einmal verschnaufen ist auch nicht schlecht. Wir haben im Hotel einen kleinen Raum zur Verfügung gestellt bekommen, den wir als Gompa einrichten und meditieren den ganzen Tag über auf den 16. Karmapa. Immer wieder schauen wir BBC oder CNN, sehen die Bilder, die um die Welt gehen. Die Lage spitzt sich zu. Wir hören von draußen Schüsse, in diesen Tagen sterben 14 Menschen.
Zwischen 7 und 9 Uhr morgens ist die Ausgangssperre aufgehoben, die Menschen können das Nötigste einkaufen. Die Stimmung ist sehr gedrückt, die Preise für Gemüse sind um das 6-fache gestiegen, das Internet funktioniert nicht, überhaupt keine Touristen mehr in der Stadt, weiterhin Großdemonstrationen, Streiks und Ausgangssperren. Sieben Parteien demonstrieren dafür, dass der König das Kriegsrecht wieder aufhebt und das Parlament wieder eingesetzt wird. Der König bleibt hart. Die Stimmung ist zum Zerreißen gespannt.
Kurz vor neun hat Hans die zündende Idee: Wir ziehen in ein anderes Hotel, das außerhalb der Sperrzone liegt. So können wir uns wenigsten dort bewegen. Es ist nicht irgendein Hotel, sondern das Hyatt, das nobelste in der Stadt, und wir können dort zu einem Spottpreis nächtigen.
Zu Fuß können wir von dort zum Bodnath-Stupa gehen, zeitlos steht er da, „Business as usual“ dort, nur eben ohne Touristen. Wir besuchen Chogye Tri Rinpoche und bekommen seinen Segen. Im Kloster Shechen von Dilgo Khyentse stehen uns Tür und Tor offen: die lebensgroße Statue von Dilgo Khyentse aus Wachs, der Stupa, der seine Asche enthält, der Raum, in dem er noch bis zuletzt gelehrt hat - seine Ausstrahlung ist atemberaubend. Zur großen Überraschung ermöglicht uns Zangpo eine Audienz bei der Wiedergeburt, dem 13-jährigen Khyentse Yangsi Rinpoche, der sich zur Zeit in Kathmandu aufhält.

Am nächsten Morgen ist die Ausgangssperre wieder zwischen 7 und 9 Uhr morgens aufgehoben. Wir können mit dem Bus zum Swayambu-Stupa, zu Tsechu Rinpoches Buddha Dharma Center, und wenn wir ganz schnell sind, auch noch zum „Marpa-Haus“. Um 9 Uhr müssen wir wieder zurück sein. Auf den Straßen die Zeichen der gestrigen Schlachten: brennende Reifen, Pflastersteine, Barrikaden, Militär in Kampfuniform überall.
Schnell und so viel an guten Eindrücken aufnehmen wie möglich, sortieren kann man sich später! Am Stupa, in der Lopön Tsechus Körper aufbewahrt ist, können wir meditieren. Seine Präsenz, die wir dort spüren, rührt uns zu Tränen. Dafür lohnt sich alles. Da ist die zeitlose Kraft eines verwirklichten Meisters. Hier gibt es keinen anderen Wunsch als den, dass man selbst schnell diesen Zustand verwirklichen möchte.
Die Zeit drängt, es ist schwer diese friedliche Stimmung zu verlassen. Der Bus bringt uns quer durch die Stadt wieder zum Hyatt. Die Straße sind gesäumt von Menschenmassen, die sich schon auf die nächste Demonstration vorbereiten. Als Zeichen, dass wir auf ihrer Seite sind, fangen wir an zu klatschen, und als Zeichen, dass sie uns nichts tun wollen, klatschen auch sie und winken uns zu. Als Touristen sind wir nicht in Gefahr.
Am gleichen Tag noch fliegen wir zurück nach Deutschland. Der Bus kann uns nicht vom Hotel abholen, die Straßen sind voller Steine und Hindernisse. Wieder rollen wir unsere Trolleys durch die Straßen. 32 Mann, einer nach dem anderen, auf den Dächern Militär, Tausende von Schaulustigen am Straßenrand, hinter uns Hunderttausende von Demonstranten. BBC filmt uns, und wir wünschen stark, dass unsere Eltern diese Bilder nicht zu sehen bekommen, bevor wir nicht wieder zuhause sind. Gerade noch rechtzeitig können wir in eine Seitenstraße abbiegen, wo unser Bus uns abholt und sicher zum Flughafen bringt.


Uschi Winterer
Zuflucht bei Lama Ole Nydahl 1989, seit Jahren mit Körper, Rede und Geist halb in München, und halb in Asien ...

Claudia Knoll
44 Jahre alt, Zuflucht 1990 bei Lama Ole, lebt in München und arbeitet in eigener osteopatischer Praxis. Redakteurin bei der „Buddhismus Heute“.