Aus: Buddhismus Heute Nr. 29, ( 1999)

Die Zwischenzustände, Teil 1: Der Bardo dieses Lebens

Von Lopön Tsechu Rinpoche

Wenn wir im Tibetischen Buddhismus von "Bardo" sprechen, so ist damit gewöhnlich die Phase zwischen einem Leben und dem nächsten gemeint - die Zeitspanne zwischen Tod und Wiedergeburt. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist jedoch "Zwischenzustand / was dazwischen liegt" und geht somit weit über die allgemeine Bedeutung hinaus, wie Lopön Tsechu Rinpoches Belehrungen zeigen.

Teil 1: Der Bardo dieses Lebens

Im Jahre 1992 gab Lopön Tsechu Rinpoche in Rödby/ Dänemark ausführliche Erklärungen zu den Vier Bardos nach dem Werk "Spiegel der Bewußtheit" von Tsele Natsok Rangdröl. Dieser war ein bekannter Meister der Kagyü- und der Nyingma-Linie im 17. Jahrhundert und galt als einer der gelehrtesten Lehrer seiner Zeit. Er wird als eine frühere Inkarnation von Jamgön Kongtrul Rinpoche angesehen.

Bei den Erklärungen zu diesem Thema folgt der Autor dieses Werkes, Tsele Natsog Rangdröl, dem gewohnten Schema bei Dharma-Erklärungen: Es gibt eine Vorbereitung, die eigentlichen Erklärungen und einen Abschluß.

Als Teil der Vorbereitung beginnt man immer mit Opferungen an die Buddhas und Bodhisattvas, um positives Karma zu vermehren und um Hindernisse zu beseitigen. Danach verspricht man, das was man anfängt -- sei es eine Zurückziehung oder das Geben einer Belehrung - zu Ende zu bringen, bis es wirklich erledigt ist. Es wird gesagt, daß hochstehende Wesen nicht schnell etwas versprechen; wenn sie es aber doch tun, dann stehen sie auch unter allen Umständen dazu. Eine Zeichnung in Wasser wird schnell wieder verschwinden, aber eine Gravur im Fels bleibt praktisch ewig bestehen. Dieses Versprechen zu geben, ist ein Teil der Vorbereitung.

Der Text beginnt dann mit einer Ehrerbietung an die Qualitäten der drei Buddha-Zustände, die drei Kayas. Zuerst an den Wahrheitszustand, den Dharmakaya, der als völlig rein beschrieben wird. In seiner absoluten Qualität ist er frei von jeder Fabrikation und natürlicherweise leer. Nicht verschieden davon ist der Freudenzustand, der Sambhogakaya, der sich wie die Reflektion des Mondes in Wasser manifestiert, in welcher Weise es auch immer nötig ist. Zum Nutzen der gewöhnlichen Wesen entsteht schließlich die kontinuierliche Manifestation des Ausstrahlungs-Zustandes, des Nirmanakaya. Tsele Natsog Rangdröl wendet sich zuerst an diese drei Zustände, bringt ihren Qualitäten Respekt dar und sagt, daß sie nicht verschieden sind von den Qualitäten des eigenen Geistes und daß sie sich auch im eigenen Lehrer manifestieren. (Siehe Erklärungen von Lama Ole Nydahl)

Was auch immer erscheint, sei es Samsara oder Nirvana, alles ist in seiner Essenz leer. Das bedeutet, daß Geburt und Tod, Glück und Leid, was immer wir auch erfahren, keine wahre Realität hat, sondern die Qualität von Leerheit trägt. Nur weil gewöhnliche Wesen in ihrer Unwissenheit dies nicht sehen können, sind sie in den Geschehnissen gefangen und leiden dadurch. Sie sind gefangen in ihren eigenen Illusionen, Ideen und Konzepten. Wenn man das sieht, entsteht Mitgefühl und dieses brachte die verschiedenen Meister dazu, all die Methoden zu lehren, damit die Wesen verstehen können, wie die Dinge wirklich sind. Die Lehren über die Bardos sind ein Teil dieser Methoden und viele Meister haben Erklärungen über ihre Bedeutung gegeben.

Tsele Natsog Rangdröl sagt in seinem Text, daß schon viele tiefgründige und weite Erklärungen zu diesem Thema vorliegen, so daß es eigentlich keinen Grund für ihn gibt, noch mehr dazu zu sagen. Da er aber so sehr darum gebeten wurde, will er es dennoch tun.

Eigentlich bezieht sich das ganze Konzept von Bardo auf die Zeit, während der wir in Samsara gefangen sind, denn die Grundlage dafür ist unsere Unwissenheit. Bis wir uns davon befreit haben, also bis zur Erleuchtung, ist dies ein Bardo-Zustand, der Zustand der Unwissenheit bis zur Erleuchtung. Normalerweise wird unter "Bardo" jedoch die Zeit vom Tod bis zur Wiedergeburt verstanden.

Es gibt verschiedene Arten, wie in verschiedene Bardos eingeteilt werden kann, zum Beispiel haben manche Meister von sechs Bardos gesprochen. Die Erklärungen dazu sind aber bei den verschiedenen Lehrern unterschiedlich. Es gibt auch Diskussionen darüber, und manche stimmen zum Beispiel nicht damit überein, daß es einen Bardo der Meditation geben soll. Aber das ist nicht logisch, denn da alles, was geschieht ein Bardo ist, die ganze Existenz in Samsara, kann man keinen Geisteszustand davon ausschließen. Es macht keinen Sinn zu sagen, daß Meditation kein Bardo sei.

Die Einteilung in sechs Bardos, mit der manche Gelehrte nicht übereinstimmen, stammt ursprünglich aus der Nyingma-Tradition, findet sich aber auch woanders, zum Beispiel in Belehrungen, die Milarepa einmal an (die Dakini) Tseringma gab.

Wenn man von den sechs Bardos spricht, meint man:

  1. den Bardo dieses Lebens
  2. den Bardo des Träumens
  3. den Bardo der Meditation
  4. den Bardo des Sterbens
  5. den Bardo des Dharmata
  6. den Bardo des Werdens

Andere Meister sprechen von drei oder vier Hauptbardos. Tsele Natsog Rangdröl sagt, daß er es vorzieht, die Bedeutung von Bardo anhand der Einteilung in vier Hauptbardos zu erklären, da dies am leichtesten zu verstehen ist:

  1. den Bardo dieses Lebens
  2. den Bardo des Sterbens
  3. den Bardo des Dharmata
  4. den Bardo des Werdens


Tsele Natsog Rangdröl erklärt in dem Text, welche Bedeutung diese vier Bardo-Zustände haben, wie sie sich im Detail zeigen und wie man praktizieren kann, um in den einzelnen Bardos Befreiung zu erlangen.

Dies ist die Zeitspanne vom Moment der Geburt bis zum Tod. Wie dieser Bardo erlebt wird, ist davon abhängig, auf welcher geistigen Ebene sich das einzelne Individuum befindet. Diejenigen, die schon Stufen der Erkenntnis erlangt haben, gehören zur höchsten Kategorie. Daneben gibt es noch die mittlere und untere Kategorie. Die ganze Wahrnehmung des Lebens ist eine Frage der geistigen Ebene.

Für Wesen auf der höchsten Ebene, die also Erkenntnis erlangt haben, ist dieses Leben nicht verschieden von einem Mandala, einem erleuchteten Kraftkreis. Sie sehen alles auf einer reinen Ebene; die ganze äußere Welt ist für sie ein Reiner Bereich und alle Wesen darin sind Buddhas und Bodhisattvas. Was immer sie sagen ist rein, wie ein Mantra. Was auch immer in ihrem Geist geschieht - sie können erkennen, daß es nicht verschieden ist von der Wahrheit. Sie sehen, daß alles die Weisheits-Essenz hat. Dies ist die Realität für sie, wie sie die Welt erleben. Der Grund dafür, daß gewöhnliche Wesen das nicht so erleben, ist ihre Unwissenheit.

Wesen mit Erkenntnis sind fähig zu sehen, daß nichts verschieden ist von den drei Buddha-Zuständen. Diese Ebene der Wahrnehmung erscheint in dieser Weise und löst sich auch genauso wieder auf. Das heißt, es ist so die ganze Zeit von der Geburt bis zum Tod. Der Tod ist für diese Wesen ein natürlicher Prozeß, einfach selbst-befreiend.

Diese geistige Ebene hat viele Namen, es gibt unterschiedliche Terminologien, um solche Ebenen von Erkenntnis zu beschreiben. Daß man die Reinheit in allen Erscheinungen und in jeder Form von Existenz sehen kann, wird manchmal als das "Weisheits-Rad von allem Erlebten" bezeichnet, manchmal auch "Bardo der vier Buddha-Zustände in Vereinigung" oder "Bardo der selbst-erkennenden Bewußtheit".

Diese Fähigkeit, alles auf einer reinen Ebene zu sehen, wird in vielen Weisen erklärt. Aber wie auch immer man es nennt, die Bedeutung ist zu sehen, daß nichts von der Weisheits-Natur des Geistes verschieden ist. Der Bardo der Meditation, den manche Gelehrte als solchen anerkennen und andere nicht, ist ein Teil davon, so daß er nicht näher beschrieben werden muß. Er hat auch damit zu tun, die Welt in dieser reinen Weise zu erleben.

Für gewöhnliche Wesen, die die letztendliche Wahrheit nicht verstanden haben, ist das Leben etwas, das vom Moment der Geburt bis zum Tod existiert. Wie es erlebt wird, ist völlig davon abhängig, was für eine Art von Karma man angesammelt hat. Ob es ein angenehmes oder unangenehmes Leben ist und was immer darin geschieht, wird als real und wirklich vorhanden erlebt. Man folgt seinen Tendenzen und Gewohnheiten aufgrund von früherem Karma und ist gefangen in der Illusion, dieses Leben als wirklich so real zu erleben, wie man es eben erfährt. Man haftet an dem Fehler, die Dinge für wirklich zu halten, obwohl sie es nicht sind und sie für dauerhaft zu halten, obwohl sie auch das nicht sind. Man denkt, daß das, was eigentlich zu Leiden führt, Glück bringe, und man glaubt, daß weltliches Glück echtes Glück wäre, obwohl es tatsächlich Leiden ist.

In dieser Weise ist man, solange man in dieser Illusion lebt, getäuscht und verschwendet sein Leben. Man wird zwischen Mögen und Nicht-Mögen zerrissen, und man handelt aus der Motivation, Dinge an denen man haftet, erlangen und behalten zu wollen, obwohl man sie sowieso wieder verlieren wird. Andere Dinge mögen wir nicht und tun deswegen viel Schlechtes, was uns später Leid bringen wird. Mit dieser nutzlosen Aktivität vergeuden wir unsere ganze Zeit. Dies ist die normale Sicht des Lebens im Wachzustand. Wir sind völlig verwirrt und verbringen unser Leben damit, unerreichbare Ziele anzustreben.

Nachts geht es dann so weiter, weil wir noch nicht in der Lage sind, die Methoden zu praktizieren, die es ermöglichen, bewußt in den Schlafzustand einzutreten. Stattdessen fallen wir, wie eine Leiche, in einen Zustand völliger Unwissenheit. Während des Schlafes kommen aufgrund früherer Eindrücke und alter Gewohnheiten alle möglichen Träume im Geist hoch, die wir nicht als solche erkennen, und manchmal werden wir von Alpträumen verfolgt. Was auch immer wir an Träumen haben, wir verstehen sie nicht als das, was sie sind und halten sie für wirklich - obwohl sie das ja gar nicht sind.

So ist das Leben gewöhnlicher Wesen und darauf bezieht sich dieser erste Bardo. Es gibt ein Sutra, das diese Art der Existenz beschreibt. Darin heißt es, daß wir an unseren falschen Ideen hängen, aufgrund von Unwissenheit viele Sachen verkehrt auffassen und an ihnen als wahr anhaften. All die fühlenden Wesen wandern aus diesen Gründen immer weiter in Samsara. Wer jedoch die wahre Bedeutung der Dinge versteht, kann die Essenz von allem erkennen. Ein solches hochstehendes Wesen, ein Bodhisattva oder ein Buddha, kann verstehen, daß alles der Wahrheitszustand ist. Das ist es, was den Unterschied in der Wahrnehmung vom Leben ausmacht: Ob wir die Essenz der Dinge erkennen oder nicht.

Was wir brauchen, sind die Erklärungen darüber, wie man den Bardo des Lebens verwenden und davon lernen kann, wie man ihn also auf den Weg bringt. Wenn wir erst einmal einen qualifizierten Lehrer gefunden haben, müssen wir uns wirklich auf ihn einlassen, ihm mit unserem ganzen Wesen folgen und ehrlich zu ihm sein. Das bedeutet, nicht nur in seiner Anwesenheit das Richtige zu tun, sondern auch wenn er nicht da ist. Wir müssen von ihm lernen und das in korrekter Weise.

Die Grundlage einer richtigen Dharmapraxis ist, daß wir die wichtigsten Versprechen ablegen, daß wir uns also sowohl an die äußere Verhaltensdisziplin halten, als auch an das Bodhisattva-Versprechen und die Verpflichtungen des Diamantweges. Das ist die Basis, die garantiert, daß unser Pfad richtig ist. Wenn wir diese Versprechen abgelegt haben, müssen wir sie auch halten. Wir müssen nicht nur aufpassen, daß wir sie nicht völlig brechen, sondern auch, daß wir nichts tun, was "am Rand" davon ist und sie verletzt, wenn auch nicht völlig bricht. Wir sollten an diesem Punkt mit allem was wir sagen, tun und denken so geradlinig wie möglich sein.

Wenn wir einen Lehrer haben, so können wir von ihm lernen und sollten versuchen, diese Gelegenheit so gut wie möglich zu nutzen. Wir sollten sowohl die Sutra- als auch die Tantra-Belehrungen studieren und darüber nachdenken. Zugleich müssen wir aufpassen, daß wir nicht in das Extrem fallen, nur das für richtig zu halten, was wir selbst gelernt haben. Wir sollten also nicht sektiererisch werden. Es wäre ein Fehler, wenn wir denken, nur das was wir selbst lernen, wäre korrekt und andere Lehren nicht, oder wenn wir andere Lehren nicht respektieren würden. Stattdessen sollten wir verstehen, daß jede Art von Dharma nützlich ist und auch andere Arten von Belehrungen akzeptieren.

Auch sollten wir uns die ganze Zeit über die Bedeutung des Dharma im Klaren sein, nämlich daß alles was wir lernen einen Zweck hat. Dieser Zweck des Dharma ist, unserem Geist Nutzen zu bringen. Die Methoden des Dharma dienen dazu, unseren Geist zu verändern, unsere Störgefühle abnehmen zu lassen und dafür zu sorgen, daß wir mehr verstehen. Den Dharma auf der einen Seite zu halten und unsere normalen Denkweisen auf der anderen, wäre falsch. So eine Trennung kann passieren, wenn man nur lernt und das Gelernte nicht in die Praxis - und dadurch auch nicht in den eigenen Geist - integriert. Es ist wirklich wichtig das zu vermeiden. Wenn man viel gelernt hat und das Gelernte vielleicht sogar erklären kann, es dann aber nicht selbst im eigenen Leben anwendet, macht man einen Fehler. Das wäre nicht der Sinn des Dharma. Man muß ihn in den eigenen Geist integrieren.

Wenn ihr das Dharma studiert und lernt, dann solltet ihr verstehen, daß das Allerwichtigste die Belehrungen sind, die ihr von eurem Haupt-Lehrer, eurem Wurzellama, bekommt. Seine Belehrungen sollten wir wirklich praktizieren, und wir sollten seinem Rat folgen.

Je mehr die eigentliche Praxis dann in die Anhaftung an dieses Leben einschneidet, um so besser. Normalerweise ist unser gewöhnlicher Geist völlig in weltliche Aktivitäten und weltliche Beziehungen verwickelt und haftet an ihnen. Diese Anhaftung müssen wir abschneiden, wenn wir ernsthafter praktizieren wollen. Wenn es uns möglich ist, können wir an entlegenen Orten in Meditations-Zurückziehung gehen und mit dem Dharma arbeiten. Nur allein sein reicht aber nicht, das tun auch Tiere wie Vögel und Rehe. Sie leben zwar auch in der Einsamkeit, aber wir wollen ja nicht so werden wie sie. Das bedeutet, daß wir mit Körper, Rede und Geist achtsamer sein müssen, immer und immer bewußter werden und den Dharma praktizieren, entsprechend den Erklärungen, die wir bekommen haben.

Durch unsere Praxis und das Lernen des Dharma können wir etwas Verständnis über die Leerheit bekommen. Wir sollten uns aber immer an etwas erinnern: Wieviel wir auch verstanden haben, wir sollten nie unser Verständnis von Ursache und Wirkung vergessen und immer in Übereinstimmung damit handeln. Wir werden niemals zu klug und zu realisiert sein, um Ursache und Wirkung nicht mehr berücksichtigen zu müssen. Das bedeutet, daß auch ganz kleine Dinge wichtig sind und daß alles was wir tun auf relativer Ebene zählt. Es ist wichtig, daß wir nicht anfangen zu denken, wir hätten viel verstanden und so und so viel Erkenntnis, hätten viel meditiert und wie wir handeln wäre nicht mehr wichtig. Das wäre ein völliges Mißverstehen der Bedeutung des Dharma. Benehmt euch einfach als gute Beispiele, behaltet ein gutes und warmes Herz und seid ehrlich, denn wenn man betrügt, unehrliche Dinge tut und andere Wesen schädigt, praktiziert man keinen Dharma. In Übereinstimmung mit Ursache und Wirkung zu leben, ist essentiell wichtig.

Die Weise, in der wir dieses Leben zubringen, entscheidet darüber, wie es uns in den anderen Bardos ergeht, die nach unserem Tod kommen werden. Gerade jetzt liegt es in unseren Händen, gerade jetzt haben wir die Chance, die Freiheit und die Möglichkeit, zu lernen und zu praktizieren. Wenn wir es jetzt tun, werden wir wissen was zu tun ist, wenn wir sterben. Aber wir werden es nicht schaffen, wenn wir dieses Leben jetzt nicht nutzen, denn zum Zeitpunkt des Todes ist es zu spät. Wir können dann nicht plötzlich anfangen zu fragen, was wir tun sollen und mit der Praxis beginnen. Dafür wären wir zu diesem Zeitpunkt sowieso viel zu verwirrt und würden es nicht schaffen. Orgyen Rinpoche (Guru Rinpoche) hat es so erklärt: "Wenn man jetzt denkt, man hätte genug Zeit und Dharmapraxis wäre etwas für den Moment des Todes, daß man es lernen könne, wenn man im Sterben liegt, liegt man falsch. Wenn der Tod kommt, ist es zu spät um das zu lernen, was man dann braucht." Wir müssen jetzt trainieren, im Bardo des Lebens, damit wir später wissen, was zu tun ist. Da es so viele Methoden gibt und wir so verschieden voneinander sind, muß man sehen, welche Vorgehensweisen den eigenen Fähigkeiten und Wünschen entsprechen. Wenn man die zu einem passenden Methoden einmal bekommen hat, muß man praktizieren um die Resultate zu kriegen. Um in dieser Weise das volle Resultat zu erhalten, braucht man eine Ermächtigung, denn dies ist es, was den Geist reifen läßt, so daß man Befreiung erlangen kann.


Ins Englische von Hannah Nydahl, ins Deutsche von Detlev Göbel