Aus: Buddhismus Heute Nr. 28, ( 1999)

Warum machen wir Verbeugungen?

Von Lama Gendün Rinpoche

Reinigung von Stolz
Wir machen die Verbeugungen nicht, um jemand anders zu gefallen, und wir tun es auch nicht für den Buddha. Solche Vorstellungen zu haben, wäre völlig falsch, denn der Buddha ist nicht ein weltlicher Gott. Der Grund dafür, daß wir uns verbeugen, ist, all die vergangenen Situationen zu reinigen, wo wir andere nicht geschätzt haben. Da wir nur an uns selbst und unserer eigenen Zufriedenheit interessiert waren, haben wir früher viel Negatives getan.

Verbeugungen helfen uns zu erkennen, daß es etwas Bedeutenderes als uns selbst gibt. In dieser Weise reinigen wir den Stolz, den wir über zahllose Leben angesammelt haben, indem wir immer dachten: "Ich habe Recht", "Ich bin besser als andere" oder "Ich bin der Wichtigste". Über zahllose Leben haben wir Stolz aufgebaut, infolgedessen gehandelt und Karma angesammelt, das die Quelle unserer Leiden und Probleme ist. Das Ziel der Verbeugungen ist, dieses Karma und unsere Geisteshaltung zu reinigen. Verbeugungen helfen uns, uns auf etwas zu stützen, das wichtiger als unser Stolz und unser Anhaften am Ego ist. In dieser Weise, durch volles Vertrauen und Hingabe, werden wir alles los, was wir durch Stolz angesammelt haben.


Reinigung von Körper, Rede und Geist
Wenn wir uns verbeugen, handeln wir mit Körper, Rede und Geist. Das Resultat ist eine sehr kraftvolle und gründliche Reinigung. Diese Praxis löst alle Unreinheiten auf, gleich welcher Art, da sie alle mit Körper, Rede und Geist angesammelt wurden. Die Verbeugungen reinigen uns auf allen drei Ebenen. Durch den physischen Aspekt des Verbeugens reinigen wir unseren Körper; wir schenken ihn den Drei Juwelen - Buddha, Dharma und Sangha - und allen fühlenden Wesen, und wünschen dabei, daß all ihre Wünsche erfüllt werden. Durch die Wiederholung des Zuflucht-Mantras und durch die Bedeutung, die wir damit verbinden, reinigen wir unsere Rede. Durch unser Vertrauen in die Drei Juwelen entwickeln wir den Erleuchtungsgeist und Hingabe. Wir sind uns der perfekten Qualitäten der Zuflucht bewußt und indem wir ihr alles schenken, verflüchtigen sich die Schleier in unserem Geist.

Wenn unser Körper, Rede und Geist gereinigt sind, erkennen wir, daß das, was wir ursprünglich für unseren Körper hielten, eigentlich der Ausdruck der Erleuchtung als aktives Mitgefühl (der Nirmanakaya) ist. Was wir für unsere Rede hielten, ist der Ausdruck der Erleuchtung auf der Freudenebene (der Sambhogakaya), und unser Geist ist eigentlich die Wahrheitsebene der Erleuchtung (der Dharmakaya). Wir werden fähig, die erleuchtete Wirklichkeit unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes zu sehen - ihrer Wahrheit und Weisheit, der wir uns zuvor nicht bewußt waren.

Diese Praxis kann uns zu unserem Ziel, zur Erleuchtung, führen, weil die drei Ebenen, die den Buddhazustand ausdrücken, sofort erscheinen, sobald die drei Ebenen unserer Existenz - Körper, Rede und Geist - gereinigt wurden. Wir müssen nirgendwo anders nach der Erleuchtung suchen, müssen keine perfekte Erkenntnis woanders jagen, denn die drei Ebenen der Erleuchtung sind die wahren inneren Qualitäten unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes. Die Verbeugungen helfen uns, das zu entdecken.

Physische Vorteile der Verbeugungen
Sie beeinflussen auch stark das Gleichgewicht und die Harmonie in unserem Körper. Blockaden in den Energiebahnen lösen sich allmählich auf, was uns hilft, Krankheiten, Energiemangel und andere Probleme zu vermeiden. Zugleich wird unser Geist klarer und unsere Auffassungsgabe nimmt zu.

Die Geisteshaltung während der Verbeugungen

Wir sollten die Verbeugungen mit einem Geist voller Vertrauen, Freude und der Motivation zum Nutzen anderer machen.

Vertrauen
Dabei sollten wir auf die perfekten Qualitäten der Drei Juwelen vertrauen, und darauf, daß ihr Segen die Schleier von unserem Geist entfernen kann. Ihr Segen kann erscheinen und die Reinigung kann effektiv sein, wenn unser Vertrauen in Körper, Rede und Geist mit den uns transformierenden Eigenschaften des erleuchteten Körpers, der erleuchteten Rede und des erleuchteten Geistes zusammentrifft - den Quellen der Zuflucht. Wenn wir kein Vertrauen haben und uns nicht für die Drei Juwelen öffnen können, sind die Verbeugungen allerdings nur ein Zeitvertreib.

Motivation zum Nutzen anderer
Wenn wir die Verbeugungen machen, sollten wir verstehen, daß gute Taten die Ursache für das Glück aller fühlenden Wesen sind. Die Verbeugungen selbst sind ein gutes Beispiel dafür. Wenn wir diese Praxis mit Körper, Rede und Geist machen, schenken wir unsere Energie allen Wesen und wünschen, daß ihnen dies Glück bringt. Darüber sollten wir froh sein und die Verbeugungen mit Freude machen.

Die korrekte Praxis

Vergegenwärtigung des Zufluchtsbaums
Vor uns im Raum stellen wir uns den ganzen Zufluchtsbaum vor. Zuerst vergegenwärtigen wir uns den Buddha Diamanthalter (tib. Dorje Chang) - der Lama, der die ganze Zuflucht repräsentiert und das Zentrum des Zufluchtsbaumes ist. Wir sollten uns bewußt sein, daß Diamanthalter unser Lehrer ist, der Geist unseres Lamas.

Wir stellen uns Diamanthalter vor, um sicherzugehen, daß die Manifestation der Natur des Geistes nicht durch Gewohnheitsgedanken befleckt wird. Um eine reine Sicht, eine Sicht der Weisheit, zu halten, vergegenwärtigen wir diese perfekt reine Form. Alles, was vor uns im Raum erscheint, ist wie ein Regenbogen oder eine Spiegelung - es ist kein wirkliches Ding. Wenn wir Schwierigkeiten haben, den ganzen Zufluchtsbaum zu vergegenwärtigen, sollten wir einfach das Vertrauen haben, daß alle Objekte der Zuflucht wirklich vor uns sind, auch wenn wir sie nicht im Geist halten können.


Bewußtheit von uns selbst und anderen
In unserer Praxis sind wir nicht allein, sondern umgeben von allen Wesen, die das Universum auffüllen. Wir stellen uns auf unserer rechten Seite unseren Vater vor und links von uns unsere Mutter. Zwischen den Eltern aus diesem Leben stehend machen wir uns klar, daß alle Wesen ohne Ausnahme in einem früheren Leben einmal unsere Eltern waren. Das hilft, uns daran zu erinnern, wie gütig all unsere Eltern, alle fühlenden Wesen, waren, daß sie uns während zahlloser Leben geholfen haben.

Diejenigen, die wir als unsere Feinde betrachten, stellen wir uns vorne vor, zwischen dem Zufluchtbaum und uns selbst. Wir denken an die Leute, die uns Probleme bereitet und die Verwirklichung unserer Pläne behindert haben. Sie alle sind sehr wichtig für uns weil sie uns helfen, Qualitäten wie Geduld und Mitgefühl zu entwickeln. Normalerweise wollen wir solche Leute gerne vermeiden und wir versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen und nicht einmal an sie zu denken. Sie vor uns zu vergegenwärtigen, hilft, sie nicht zu vergessen. Feinde in dieser Weise zu behandeln, schützt uns davor, sie nicht zu respektieren.

Wir konzentrieren uns auf den Zufluchtsbaum und vertrauen darauf, daß die Zuflucht alle Wesen vom Leiden Samsaras befreien und uns vor den Ängsten vor diesen Leiden schützen kann. Mit dieser Geisteshaltung, umgeben von allen Wesen, beginnen wir mit der Wiederholung des Zufluchtsmantras. Alles um uns herum beginnt zu vibrieren und wir spüren ein starkes Licht vom Zufluchtsbaum. Das Licht scheint auf uns aufgrund unserer eigenen Hingabe und läßt uns noch offener werden. Dann beginnen wir mit den Verbeugungen. Wir selbst sind hier die "Zeremonienmeister" und leiten die Praxis, und unsere Verbeugungen inspirieren auf Anhieb alle Wesen, die gleiche Praxis zu machen. Wir hören, wie alle Wesen Mantras wiederholen und Verbeugungen machen. Diese Schwingungen erfüllen das ganze Universum.

Eine solche Vorstellung zu halten, anstatt sich nur auf uns selbst zu konzentrieren, weitet unsere Aktivität aus. Einerseits gibt es uns Kraft, andererseits Motivation für die Praxis. Es ermutigt uns, wenn alle Wesen mit uns zusammen die Verbeugungen machen und die Erfahrung der großen Energie, die sie beim Verbeugen aufbringen, gibt uns noch mehr Vertrauen und Hingabe zu den Drei Juwelen. Das Gefühl "mit der Menge zu reiten" hilft uns, die Verbeugungen schneller zu vollenden und läßt uns während der Praxis große Glückszustände erfahren.

Die symbolischen Bedeutungen
Um unserer Praxis die letztendliche Dimension zu verleihen, sollten wir uns der symbolischen Bedeutung einer Verbeugung bewußt sein. Wenn wir unsere Stirn mit zusammengelegten Handflächen berühren, bitten wir die Zufluchtsobjekte um den Segen ihrer Körper. Zugleich stellen wir uns vor, daß der Segen ihrer erleuchteten Körper auf uns strahlt, unseren Körper durchdringt und all seine Verdunkelungen auflöst. Dann berühren wir mit den zusammengelegten Händen unsere Kehle und bitten um den Segen der Rede. Währenddessen denken wir, daß der Segen ihrer erleuchteten Rede von den Zufluchtsobjekten ausstrahlt und alle Verdunkelungen reinigt, die wir durch unsere Rede aufgebaut haben. So befreien wir uns von diesen Verdunkelungen. Wenn wir unser Herzzentrum berühren, bitten wir die Zuflucht um den Segen ihres erleuchteten Geistes. Das hilft uns, uns von allen Schleiern und falschen Anschauungen im Geist zu befreien. Wir vertrauen darauf, daß alle schlechten Wünsche, mit denen wir unseren Geist seit anfangsloser Zeit aufgefüllt haben, völlig gereinigt werden. Wir sollten denken, daß wir den vollen Segen von erleuchtetem Körper, Rede und Geist der Drei Juwelen bekommen. Durch die Kraft dieses Segens werden alle Schleier, schlechtes Karma und negative Tendenzen in Körper, Rede und Geist gereinigt. Wir werden völlig rein und untrennbar von Körper, Rede und Geist des Lamas und der Drei Juwelen.

Wenn unser Körper mit seinen fünf Punkten (Knie, Hände und Stirn) den Boden berührt, sollten wir uns klarmachen, daß fünf störende Gefühle (Zorn, Anhaftung, Unwissenheit, Stolz und Eifersucht) unseren Körper verlassen und in der Erde verschwinden. So erfahren wir vollständige Reinigung.

Diese beiden Aspekte der Verbeugungen - die Geistesgifte auflösen und den Segen der Drei Juwelen empfangen - bewirken die Umwandlung der Störgefühle in die entsprechenden fünf Weisheiten. Wir sollten darauf vertrauen, daß diese Umwandlung tatsächlich stattfindet, daß wir die natürliche inhärente Fähigkeit haben, diese Weisheiten zu entwickeln.

Dieser symbolische Aspekt der Verbeugungen wirkt nur, wenn wir Vertrauen haben. Das kann uns diese starke Reinigung geben. Ohne Vertrauen zu praktizieren ist so wie wenn man nur Aerobic macht.

Die Bedeutung von Hingabe
Je mehr Verbeugungen wir machen, umso mehr wird unsere Hingabe zunehmen. Schließlich werden wir die Ebene erreichen, wo wir nicht länger denken, daß unser Körper, Rede und Geist von denen der Drei Juwelen verschieden sind. Verbeugungen geben wunderbare Resultate, sie sind die Quelle von sehr kraftvollem Segen und starker Reinigung. Wir sollten nicht denken, daß die Verbeugungen nur aus körperlicher Aktivität bestehen. Der Segen und die Reinigung erscheinen vor allem aufgrund unser Hingabe.

Die Kraft unserer Praxis verstärken
Wir praktizieren mit einem offenen Geist und denken nicht, daß wir alleine Verbeugungen machen, sondern daß alle Wesen mitmachen. Wir müssen unser Denken nicht auf uns selbst beschränken. Wir sollten uns nicht bestätigen, indem wir denken: "Ich verbeuge mich". Wenn wir so denken, dann sammeln wir das positive Potential von nur einer Verbeugung an. Wenn wir hingegen denken, daß alle Wesen mitmachen, ist das angesammelte Potential viel größer. Bei den Verbeugungen sollten wir denken, daß hundert Ausstrahlungen von uns mitmachen. Wenn wir uns das vorstellen können, wird unsere Praxis viel stärker sein. Wir sollten aber nicht mehr Verbeugungen zählen, wenn wir uns vorstellen, daß mehr Wesen sie mitmachen, denn es ist nur eine der speziellen Diamantwegs-Methoden, die uns helfen, unsere Praxis zu stärken.

Verbeugungen mit der Beruhigung des Geistes verknüpfen
Nach eine Weile wird unser Körper müde. Das ist dann ein guter Moment, um Geistesruhe zu praktizieren. Wenn der Körper und der Geist müde werden, nimmt die Anhaftung ab, und wenn wir mit den Verbeugungen für einen Moment aufhören, wird unser Geist ganz von selbst natürlich ruhig werden, ohne weitere Hilfsmittel unsererseits. Sobald sich Körper und Geist nach einer Weile ausgeruht fühlen, wird unser Geist wieder unruhig. Dies ist das Zeichen, um mit den Verbeugungen wieder weiterzumachen. Durch diesen Wechsel zwischen Verbeugungen und Beruhigung des Geistes können wir ohne Unterlaß praktizieren.

Mit Schwierigkeiten umgehen

Manchmal werden wir Schwierigkeiten bei der Praxis erleben; Schmerz und Müdigkeit werden sich uns in den Weg stellen. Irgendwas ist immer: Schmerzen in den Knien, den Ellbogen, dem unteren Rücken, überall. Es gibt keinen Grund, deswegen entmutigt zu sein oder das Vertrauen in die Praxis zu verlieren. Auch sollten wir das Gefühl nicht verstärken, indem wir uns sagen: "Ich leide so sehr, ich fühle mich so schwach". Dadurch blockieren wir uns nur selbst und verlieren unsere Handlungsfähigkeit. Wenn wir dem Schmerz erlauben, etwas zu sagen zu haben, kann er ein echtes Hindernis auf dem Weg unserer weiteren Praxis werden. Stattdessen sollten wir jede unangenehme geistige oder körperliche Erfahrung als ein Mittel nutzen, um zur Erleuchtung zu gelangen. Solche Erfahrungen sollten uns zu größeren Anstrengungen auf dem Weg anspornen.

Alles, was wir erleben, hängt vom Zustand unseres Geistes ab, und wenn wir Dinge anders erleben wollen, müssen wir unseren Geist ändern. Wenn wir es schaffen, Leiden effektiv in eine positive und nützliche Erfahrung umzuwandeln, wird das Leiden sich spurlos auflösen. Das wird uns mehr Glück und Freude geben.

Verbeugungen sind ein Weg, um wirklich gutes Potential anzusammeln. Sie sind ein leichter und effektiver Weg, um schlechte Handlungen aus unserer Vergangenheit zu reinigen. Wenn wir jedoch aufgrund von Schmerz oder Müdigkeit die Verbeugungen in einem deprimierten Zustand weitermachen, wird keine echte Reinigung stattfinden.

Techniken, um mit unangenehmen Erfahrungen umzugehen

Karma
Leiden sollten wir nicht als etwas besonders Ernstzunehmendes ansehen, sondern uns erinnern, daß Leiden nur Karma ist, vergänglich wie alles andere. Leiden hat ein Ende. Wenn unser Karma heranreift, sollten wir entspannt bleiben und diesen natürlichen Fluß der Dinge beobachten. Wenn wir es schaffen, das Verständnis der Vergänglichkeit von Karma in unsere Praxis einfließen zu lassen, wird es sich von selbst auflösen. Karma ist nicht etwas, das wir annehmen oder ablehnen müssen. Es ist eher so wie unsere Verpflichtung zum Bezahlen unserer Rechnungen, die automatisch erscheint. Wenn wir unsere Schulden gezahlt haben, löst sich das Karma auf und es gibt nichts mehr abzulehnen.

Reinigung von Karma durch physisches Unwohlsein
Dharmapraxis beseitigt Schleier und Verunreinigungen, die die Folge früherer Handlungen sind. Physisches Unwohlsein bei der Praxis sollten wir als Folge des Mitgefühls der Drei Juwelen sehen. Dieses relativ kleine Leiden löst Karma auf, das dadurch nicht in der Zukunft heranreifen wird. Deshalb sollten wir dieses Leiden mit Freude und Vertrauen erleben. Solche unangenehmen Erfahrungen zeigen auch, daß die Praxis wirkt. Die Verwendung von Reinigungsmethoden kann zu unangenehmen Erlebnissen in Körper, Rede und Geist führen. Zur gleichen Zeit werden wir Schwierigkeiten und Schleier im Geist los. Mit dem Erlebnis von Reinigung infolge unserer Praxis nimmt unser Vertrauen in die Drei Juwelen zu. Wir fühlen tiefe Dankbarkeit, denn diese relativ kleinen Plagen helfen uns, uns freizumachen von den Bedingungen, die sonst als viel größeres Leiden herangereift wären.

Ego-Haften erkennen
Jedes Leid sollten wir als ein Gegenmittel gegen Ego-Haften sehen. Das eigene Leiden erleben ist in sich selbst ein Beweis für unsere egozentrische Einstellung gegenüber allen Phänomenen. Zugleich geben uns leidvolle Situationen die Möglichkeit, unser Haften am Ich loszuwerden. Wenn wir nicht die Illusion eines Egos hätten, könnten wir nicht leiden. Auch sollten wir uns die Ursache unseres Leidens klarmachen: Wir erleben es aufgrund unserer früheren Handlungen, die aus unserer Ego-Anhaftung stammen. Wir waren so auf uns selbst fokussiert und haben viele karmische Samen gesät, die nun als Leid heranreifen. Leiden können wir als eine Belehrung behandeln, die uns die Folgen früherer Handlungen aufgrund von fokussiert sein auf sich selbst zeigt. Seit anfangsloser Zeit war dieses Haften am Ich der Grund dafür, daß wir im Kreislauf Samsaras gefangen waren.

Das Ego beobachten
Das Ego möchte die ganze Zeit zufriedengestellt werden. Solange alles gut läuft, ist unser Ego zufrieden und versucht, diesen Zustand zu erhalten. Unser "Selbst" haftet an dieser Zufriedenheit und unser Geist ist von Begierde gequält - dem Gift der Anhaftung. Wenn die netten Umstände vergehen, haftet das Ego noch immer an ihnen, weil es zufrieden sein will. Mehr Anhaftung und Begierde erscheinen im Geist. Bei unangenehmen Situationen reagiert das Ego mit Zorn und Haß; es versucht sie zu vermeiden und sie durch angenehme Erfahrungen zu ersetzen. In dieser Weise ist unser Geist ängstlich und unglücklich. Diesen ständigen Einfluß des Egos können wir in allen Situationen erkennen. Unaufhörlich teilt es Erlebnisse in angenehm und unangenehm ein. Wenn wir unserem Ego folgen, werden wir Karma anhäufen, das früher oder später als verschiedene Arten von Leid heranreift.

Unangenehme Erlebnisse als Test für unsere Ausdauer
Wir sollten uns erinnern, daß wir versprochen haben, Körper, Rede und Geist zum Nutzen anderer zu verwenden. Im Wissen, daß wir zum Wohle aller Wesen arbeiten, sollten wir unser Versprechen halten, innere Schwierigkeiten bewältigen und mit der Praxis fortfahren.


Mit freundlicher Genehmigung von Buddhism Today, USA

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